Archiv des Autors: Köln gegen rechts

Cologne Act #2

Ein Solidarischer Sonntag

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Die Welt braucht ein Weihnachtsmärchen. Und Köln auch. Nein, wir werden es nicht schaffen, die Fluchtursachen abzustellen. Der Waffenexport (auch in aktuelle Kriegsgebiete) geht ungebremst weiter. Die Freihandelsabkommen ringen die Ökonomien des globalen Südens systematisch nieder. Der Klimawandel ist jetzt schon und wird in der Zukunft noch wichtigerer Fluchtfaktor. Auch die einhergehenden Tragödien können wir nicht beenden; weiterhin ertrinken tausende Menschen im Mittelmeer, im kommenden Winter drohen viele Geflüchtete zu erfrieren. Rassistische Demonstrationen und Anschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte nehmen weiter zu. Verschärfte Asylgesetze, Auffanglager in der Türkei und auf dem Balkan, Transitzonen an den bundesdeutschen Grenzen — die Abschreck- und Ausgrenzmaschine läuft auf Hochtouren. Was wir aber schaffen können: Gemeinsam ein wenig die Lebensbedingungen der Geflüchteten in Köln verbessern. Mithelfen, daß sie einigermaßen über den Winter kommen. Alle Einnahmen & Gagen von COLOGNE ACT #2 gehen an Agisra e.V. (Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen) und Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis.

Es treten auf: COMA, Kölner Instanz in Sachen tasty Electronika vs Pop Approach, mit frischer Kompakt LP Release und neuer Liveshow im Gepäck. Von Spar, die rheinische Über-Band schlechthin, mit ihrer letzten Schallplatte „Streetlife“ völlig zurecht Spitzenreiter diverser Jahresbestenlisten. Die Sterne, die wohl keiner weiteren Vorstellung bedürfen. Seit Jahrzehnten stilprägend und immernoch relevant, wer kann das schon von sich behaupten? Es ist eine große Freude, sie für dieses Festival gewonnen zu haben. Sonae, umtriebige Female:Pressure Künstlerin, die durch äußerst geschmackvolle Ambientkonstruktionen auf sich aufmerksam macht.

Durch den Abend begleiten uns die DJ’s Waltraud Blischke (a-Musik) und Joscha Creutzfeldt (dublab.de) , sowie der Überraschunggast unserer ersten Ausgabe, DJ Raeed aus Aleppo. Der Fotograf Martin Thaulow wird über sein Projekt Refugee.Today (u.a. unser Coverfoto) berichten, im nebenan gelegenen Kunstwerk gibt es dank den lieben Menschen vom Café Kollektiv Fatsch, Café Hibiskus wieder süßes und herzhaftes veganes Essen für alle, sowie ein Kinderprogramm mit Clownin und Schminkerei, bei gutem Wetter steht auch wieder eine Hüpfburg. Um 16h geht es los, Ende offen. Refugees Welcome!

So. 20.Dezember 2015, Gebäude 9, Köln

www.facebook.com/cologneact
www.agisra.org
www.gegenrechts.koeln

Hausdurchsuchung in Wohnung von Kölner Antifaschisten

+++ Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung um die HoGeSa-Kundgebung am 25.10.2015 +++  Solidaritätskomitee protestiert entschieden gegen polizeiliche Maßnahme +++

Am Mittwoch, den 2.12.2015 gegen 6:30 Uhr früh, fand eine Hausdurchsuchung in der Wohnung eines jungen Kölner Antifaschisten und seines Vaters statt. Die Polizei beschlagnahmte unter anderem einen Computer, sowie Kinderspielzeug.

Die Polizei erklärte die Haussdurchsuchung mit einem Ermittlungsverfahren im Zuge einer mutmaßlichen gefährlichen Körperverletzung um die Kundgebung von HoGeSa am 25.10.2015.

Dazu Maren Joist, Sprecherin des schnell gegründeten Solidaritätskreises:

„Im letzten Jahr hat HoGeSa unsere Stadt zerlegt, die Polizei hat dies weitgehend zugelassen; die bisherigen Urteile gegenüber angeklagten HoGeSas sind ein Witz. Das zeigt: sich gegen die rechten Schläger von HoGeSa zu stellen ist nicht kriminell, sondern notwendig. Hat die Polizei in Zeiten von brennenden Flüchtlingsheimen und rassistischen Demos nichts besseres zu tun als nun gegen die Menschen zu ermitteln die sich Faschisten in den Weg stellen?“

Der Solidaritätskreis protestiert ausdrücklich gegen die Hausdurchsuchung und wird alle Schritte des zukünftigen Ermittlungsverfahrens kritisch begleiten.

Blockaden machen HoGeSa Kundgebung zum Desaster!

© Köln gegen Rechts - Antifaschistisches Aktionsbündnis

© Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

Das Bündnis „Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis“ mobilisierte weit über 5.000 Antifaschisten*innen zu unterschiedlichsten Aktionen. Die Anfahrt vieler Hooligans wurde durch Blockaden bereits im Bahnhof Deutz verhindert. Weitere tausende Gegener*innen des HoGeSa-Aufmarsches blockierten die Deutz-Mülheimerstraße. Letztlich schaften es lächerliche 700 Hooligans – nicht immer unbeschadet – den Barmer Platz zu erreichen. Es hätten noch weniger sein können, wenn die Polizei nicht den Weg für die Hooligans freigeknüppelt hätte. Im Bahnhof und an der Deutz-Mülheimer Straße kam es zu äußerst harten Polizeieinsätzen. Die großartig angekündigte Hogesa-Veranstaltung verkam zum öden Rumgestehe. Viele der Hooligans zogen weit vor Ende der Veranstaltung frustriert ab.
Ca. 3000 Antifaschist*innen demonstrierten abschließend zum Kölner Hauptbahnhof.

Weitere Infos und Bilder folgen.

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© Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

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© Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

© Köln gegen Rechts - Antifaschistisches Aktionsbündnis

© Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

© Köln gegen Rechts - Antifaschistisches Aktionsbündnis

© Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

Aktuelle Infos – Kein Comeback von HoGeSa

Letztes Update: 23.10. // 13.30 Uhr
Facbookveranstaltung

Am Samstag, den 24.10. wird es vom Bündnis „Köln gegen Rechts“ eine antirassistische Demo (16 Uhr, Hauptbahnhof) unter folgenden Motto geben:
Fight Racism!
Grenzen auf für alle!
Solidarität mit allen Geflüchteten!

Anreiseempfehlungen für Auswärtige findet ihr hier.

+++WICHTIG+++
In der Nacht von Samstag (24.10.) auf  Sonntag (25.10) wird die Uhr um eine Stunde (3 Uhr –> 2 Uhr) zurückgestellt.


Zum Jahrestag der HOGESA-Demo in Köln mobilisieren Hooligans und Nazis erneut bundesweit zu einem Aufmarsch am 25.10.2015 nach Köln.

Unter dem Motto „Der gleiche Ort – Die gleiche Demoroute – Die gleiche Uhrzeit – Köln 2.0“ wird für eine Wiederholung der Randale vom letzten Jahr in derselben Größenordnung mobilisiert. Das werden wir nicht zulassen.

Nachdem die Polizei Kundgebung und Demo von HOGESA verboten hatte, hat mittlerweile das OVG Münster ausdrücklich eine Kundgebung von HOGESA erlaubt. Die Demo bleibt verboten. Die Polizei hat die Kundgebung von HOGESA auf den Barmer Platz nach Deutz verlegt, dagegen klagt der Anmelder der Demo, Dominik Roeseler (Pro NRW).
Trotz zahlreicher Gewaltankündigungen im Netz und sogar trotz Mobilisierungsvideos für die HOGESA Demo bei denen Vermummte den Messerkampf üben wurde die Kundgebung von den Gerichten nicht verboten. Dafür zu sorgen, dass dieser braune Spuk beendet wird, bleibt also uns überlassen.

Wir gehen dahin, wo die Nazis sind!

Da noch Gerichtsverfahren laufen, steht noch nicht endgültig fest wo die HOGESA Kundgebung stattfindet. Fest steht aber schon jetzt: Wir wollen den Naziaufmarsch verhindern und deshalb gehen wir dahin wo die Nazis sind! Im Moment gehen wir davon aus, dass die Kundgebung von HoGeSa in Deutz stattfinden soll – am Barmer Platz (hinter dem Deutzer Bahnhof) – und haben deswegen für 11.00h eine Kundgebung am Ottoplatz (Platz vorm Deutzer Bahnhof) angemeldet.

Allerdings möchten wir nochmal darauf hinweisen, dass die gemeinsame Anreise am dorthin sehr wichtig ist, u.a. auch weil wir bis zum letzten Moment noch nicht sichergehen können, ob die Kundgebung nicht doch in der Innenstadt stattfinden wird.
Kommt bitte alle pünktlich zu folgenden Treffpunkten:

10:40 Uhr (Pünktlich!)
Köln-Süd Bf
Ehrenfeld Bf
Kalk Post
Köln-Mülheim Bf

11:00 Uhr
Ottoplatz oder Bahnhofsvorplatz

Empfehlungen für Auswärtige findet ihr hier

 

Unseren Aufruf findet ihr außerdem nochmal hier.

 

EA Köln
Der Ermittlungsausschuss Köln wird am Wochenende von Freitag Abend bis Montag früh besetzt sein.
Tel: 0221 9327252
Weitere Infos: http://www.ea-koeln.de/?p=593

Ticker und Infos
Wir werden Euch am 25.10. über twitter und facebook auf dem Laufenden halten.
Twitter: twitter.com/kgegenrechts (auch ohne Anmeldung möglich)
Facebook: fb.com/koeln.gegen.rechts (auch ohne Anmeldung möglich)
Hashtag: #koeln2510

Aktionskarten
Aktionskarten gibt es hier zum runterladen.

 

HOGESA AUFMARSCH BLOCKIEREN!

Bündnis „Köln gegen Rechts“

Attentäter von Köln soll rechtsradikalen Hintergrund haben

Der Attentäter, der heute morgen die Kölner OB Kandidatin Henriette Reker angeblich wegen deren Flüchtlingspolitik niedergestochen hat, soll nach Informationen antifaschistischer Gruppen einen organisiert rechtsradikalen Hintergrund haben.
Bei Frank S soll es sich um einen ehemaligen Akivisten der FAP handeln. Er soll in den 90er Jahren an zahlreichen Naziaufmärschen, u.a. an Rudolf Hess Gedenkmärschen in Fulda und Luxemburg teilgenommen haben. Er soll damals fest in der militanten Neonaziszene aus Bonn organisiert gewesen sein.

Neonazis und Rassisten dürfen wir nicht die Straße überlassen, deswegen lasst uns den HOGESA Aufmarsch am 25.10. in Köln verhindern!

Start- und Anreisetreffpunkte für den 25.10.

+++ WICHTIGE INFORMATIONEN +++

WIR GEHEN DAHIN WO DIE NAZIS SIND!

Es ist immer noch unklar wo die Nazis ihre Kundgebung oder Demonstration am 25.10. durchführen werden. Da noch Gerichtsverfahren laufen kann es sein, dass sich dies erst kurz vorher entscheiden wird. Fest steht aber schon jetzt: Wir wollen den Naziaufmarsch verhindern und deshalb gehen wir dahin wo die Nazis sind! Im Augenblick gibt es Anzeichen dafür, dass die Nazi-Kundgebung am Barmer Platz (Deutz) stattfinden soll. In diesem Fall wird unsere Kundgebung NICHT am Bahnhofsvorplatz, sondern am Ottoplatz (Bahnhof Köln Messe/Deutz) stattfinden. Beginn: 11:00 UHR
Achtet auf Ankündigungen!

ANREISEPUNKTE FÜR KÖLN

Wir wollen gemeinsam den Naziaufmarsch blockieren und verhindern! Dazu ist es sehr wichtig dass wir GEMEINSAM und geschlossen anreisen, um handlungsfähig zu sein und uns vor Übergriffen von Nazis schützen zu können!
Nutzt daher unbedingt folgende Start- und Anreisepunkte.

10:40 Uhr (Pünktlich!)
Köln-Süd Bf
Ehrenfeld Bf
Kalk Post
Köln-Mülheim Bf

11:00 Uhr
Bahnhofsvorplatz oder Ottoplatz


ANREISE-EMPFEHLUNG FÜR NRW

Für Menschen, die aus anderen Städten anreisen, empfehlen wir folgende Zugverbindungen:

AUS DORTMUND/RUHRGEBIET (RE 10118)
Hamm(Westf)  09:22
Kamen   09:31
Dortmund Hbf   09:45
Bochum Hbf    09:55
Wattenscheid  10:01
Essen Hbf   10:09
Mülheim(Ruhr)Hbf   10:15
Duisburg Hbf   10:22
Düsseldorf Hbf   10:39
Leverkusen Mitte  10:55
Köln-Mülheim   11:01

**************
AUS WUPPERTAL (RB 27665)
Wuppertal Hbf  10:21
Solingen Hbf  10:38
Leichlingen   10:42
Opladen   10:46
Köln-Mülheim   10:56

**************
AUS KOBLENZ/BONN (MRB 25416)
Koblenz Hbf  09:26
Bonn Hbf   10:32
Köln Süd   10:52

**************
AUS AACHEN (RE 10119)
Aachen Hbf       09:51
Köln-Ehrenfeld   10:36

INFOS AM 25.10.
Wir werden Euch am 25.10. über twitter und facebook auf dem Laufenden halten.

Twitter: twitter.com/kgegenrechts (auch ohne Anmeldung möglich)
Facebook: https://www.facebook.com/events/875863395794595/ (auch ohne Anmeldung möglich)
Hashtag: #koeln2510

Ermittlungsausschuss: www.ea-koeln.de

 

+++Achtet weiterhin auf Ankündigungen!+++

Asylrechtsverschärfung? Nicht mit uns!

Pressemitteilung

„Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis“ verurteilt Entschluss des Bundestages und mobilisiert zu einer antirassistischen Demonstration am Wochenende des HOGESA Aufmarsches

Gestern, am 15.10, wurde im Bundestag das „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ verabschiedet. Im Eilverfahren wird heute, Freitag den 16. Oktober, das Gesetz dem Bundesrat vorgestellt werden, um zum 1. November bereits in Kraft zu treten.  Das Gesetz hat eine massive Verschlechterung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen in der BRD zur Folge. So sollen unter anderem die Zwangsunterbringung in Erstaufnahmelagern, bei gleichzeitigem Arbeitsverbot, bis zu 6 Monaten verlängert werden. Flüchtlinge aus „sicheren Herkunftsländern“  sollen für die gesamte Dauer des Abschiebeverfahrens in Lagern leben. Die Liste der „sicheren Herkunftsländer“ soll erweitert werden um um Kosovo, Makedonien, Albanien usw. Zudem wurde die generelle  Wiedereinführung des sogenannten „Sachleistungsprinzips“, Absenkung von Sozialleistungen für Ausreisepflichtige unter das vom Verfassungsgericht definierte menschenwürdige Existenzminimum und ein erschwerter Zugang zu Härtefallkommissionen beschlossen. Weiterlesen

HoGeSa-Kundgebung vom Verwaltungsgericht genehmigt

Presserklärung vom Bündnis „Köln gegen Rechts“ // 15.10.2015

Das Verwaltungsgericht Köln hat heute eine HoGeSa-Kundgebung am 25.10.15 GENEHMIGT.
Nicht genehmigt wurde eine anschließende Demonstration, wegen zu erwartender Ausschreitungen. Anmelder und Pro NRW-Funktionär Dominik Roeseler hat bereits im Vorfeld angekündigt, gegen ein Verbot der Demonstration vorm Oberverwaltungsgericht zu klagen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass er auch damit Erfolg haben wird.

Damit haben sich die Befürchtungen des „Antifaschistischen
Aktionsbündnisses Köln gegen Rechts“ bestätigt: Am 25.10.15 werden erneut hunderte bis tausende Neonazis und rechtsextreme Hooligans nach Köln kommen. Es ist auch in diesmal mit einer unkontrollierbaren Situation zu rechnen, vor allem vor und nach Ende der Veranstaltung. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Polizei in der Lage ist, Migrant/innen oder Anwohner/innen vor an- und abreisenden Neonazis und Hooligans zu schützen.

Sie war es 2014 schon nicht, obwohl offensichtlich die Behörden
genauestens über die Vorbereitungen informiert waren. Erst vorgestern enthüllte Spiegel online, dass einer der führenden HoGeSa-Organisatoren ein V-Mann war und die Behörden detailliert über die Vorbereitungen informiert hatte.
Das „Antifaschistische Aktionsbündnis Köln gegen Rechts“ ruft deshalb die Kölner Bevölkerung auf, diese gewalttätige Nazi-Kundgebung zu verhindern. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich eine Katastrophe wie im letzten Jahr noch einmal wiederholt.

Jetzt heißt es Farbe bekennen:
Blockieren wir den Hogesa-Aufmarsch am 25.10.15 !

Wir werden am 25.10.2015 zum jeweiligen Versammlungsort der Neonazis mobilisieren.
Wahrscheinlich wird dies der Barmer Platz in Deutz sein.

“Köln gegen Rechts“- Antifaschistisches Aktionsbündnis“

P.S. : Unter dem Motto: Grenzen auf für alle! Solidarität mit allen
Geflüchteten! wird bereits am Vortag, dem 24.10.15 um 16h eine
Demonstration vom Bahnhofsvorplatz starten. Auch diese Demonstration soll neben der Thematisierung der anstehenden staatlichen Grausamkeiten (Asylrechtsverschärfungen, Lager an den BRD Grenzen, usw.) im Umgang mit den Geflüchteten, dem Schutz vor vorher anreisenden Nazi-Hools dienen.

HOGESA will‘s wissen, wir auch

Presseerklärung vom 7.10.2015

Dominik Roeseler, der Anmelder und Versammlungsleiter der HOGESA-Demonstration am 25.10. hat beim Verwaltungsgericht Widerspruch gegen das polizeiliche Verbot der Demonstration eingelegt. Er ist zuversichtlich, dass das Verbot gekippt wird und kündigt notfalls auch den Gang zum OVG und Bundesverfassungsgericht an.

Auf den einschlägigen Facebook Seiten gibt es zahlreiche Aufrufe von Hooligans auf jeden Fall (auch bei bestehenden Verbot) nach Köln zu kommen.

Wir gehen davon aus, dass zumindest eine Kundgebung von HOGESA genehmigt werden wird, wahrscheinlich in Deutz. In diesem Fall werden wir nicht am Hauptbahnhof und Eigelstein demonstrieren, sondern unsere Gegenveranstaltung nach Deutz verlagern, um dort den Hogesa Marsch zu verhindern.

Dominik Roeseler hat Teile des geplanten Programmes der HOGESA-Kundgebung bekanntgegeben.
Als Rednerin ist u.a. Tatjana Festerling angekündigt. Sie ist Sprecherin von PEGIDA in Dresden und ist für PEGIDA in Dresden zur Oberbürgermeisterwahl (9,6 %) angetreten. Auf Facebook ist ihr Profil kurzzeitig gesperrt worden wegen zahlreicher rassistischer Beiträge.
Sie war Standard-Rednerin bei Pegida, hetzte gegen Geflüchtete, gegen den „Terror der schwul-lesbisch-queeren intersexuellen Minderheit“ oder die „verkrachten Gender-Tanten mit ihrem überzogenen Sexualscheiß“.

Ein anderer Redner soll Edwin Uetrecht alias Edwin Wagensveld sein, der bei PEGIDA Demos in Dresden, Kassel, Würzburg, Leipzig und München auftrat. Er stammt aus Franken und hat einen Internetshop, in dem er mit Waffen handelt.

Als Musikband ist die Berlin/Brandenburger Neonaziband „A3stus“ angekündigt.
Ihr Sänger Patrick Killiat ist Mitglied einer freien Kameradschaft.
Das Landeskriminalamt Berlin/Brandenburg ermittelt gegen die Band wegen
Volksverhetzung.

Dies Programm sagt alles: Zielgruppe der HOGESA Demo sind Hools und die rassistischen PEGIDA Fans bis hin zu stramm neonazistischen Gruppen.
Auf der Facebook Seite haben sich bisher um die 1500 Teilnehmer/innen aus dem Nazi – und Hooligan Spektrum angekündigt, und die Mobilisierung wird nach dem erhofften Urteil gegen das Verbot noch einmal kräftig ansteigen

Egal wo, sie werden diesmal in Köln nicht demonstrieren können.
Wir werden das selber verhindern müssen und werden uns nicht auf das vorläufige Verbot und die Polizei verlassen.

 

Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

7.10.2015

Fight Racism!

Grenzen auf für alle!
Solidarität mit allen Geflüchteten!

Aufruf für antirassistische Demonstration am 24.10. in Köln, 16h Bahnhofsvorplatz

english translation

Plakat zur Demonstration

Plakat zur Demonstration

Zeitgleich mit der Entstehung von Pegida markierte der „HoGeSa“-Aufmarsch im letzten Jahr den Beginn einer erneuten rassistischen Aufmarsch- und Gewaltwelle in der BRD. Zwischen Januar und Juni 2015 wurde nahezu täglich ein Anschlag auf eine Geflüchteten Unterkunft verübt. Zuletzt fand die rassistische Hetze gegen Geflüchtete ihren vorläufigen traurigen Höhepunkt in Heidenau, Sachsen, wo Anwohner*innen und Nazis gemeinsam gegen eine neue Unterkunft mobil machten, diese angriffen und als Mob durch die Stadt wüteten.

Grenzen auf für alle

Während Neonazis, rechte Populist*innen, wie bürgerliche Parteien mit ihrer Hetze versuchten in Deutschland rassistische Ressentiments zu schüren, überschlugen sich die Ereignisse in Europa: Im Kampf um Bewegungsfreiheit rissen Menschen auf der Flucht die Grenzen der Festung Europas ein und setzten sich hinweg über eine Abschottungspolitik der Stacheldrähte und des Dublin-Abkommens. Auch wenn dieser erfolgreiche Kampf um Bewegungsfreiheit Risse im Grenzregime aufzeigte, dürfen wir die vielen Toten und Schwerverletzen auf diesem Weg nicht vergessen. Ob ertrunken im Mittelmeer oder erstickt im LKW – die „Festung Europa“ hat bis jetzt schon tausende Tote zu verantworten.   Weiterlesen