Gemeinsame Anreise(n) nach Düsseldorf

Rechten Aufmarsch stoppen! Kein Platz für rechte Schläger!

Düsseldorf, 2. Februar „Rechten Aufmarsch stoppen!“ und 9. Februar „Kein Platz für rechte Schläger!“. Gemeinsame Anfahrt aus Köln.

Bei gleich zwei Terminen wollen wir unsere antifaschistischen Freund*innen von Düsseldorf stellt sich quer unterstützen.

Samstag, 2. Februar: Rechten Aufmarsch stoppen!

Erneut wollen in Düsseldorf erneut mehrere rechte Gruppen aufmarschieren. Angemeldet ist die Demo von den auch in Köln bekannten „Patrioten NRW“, die am 18. August 2018 eine Nazikundgebung durchs Kunibertsviertel veranstalteten. Sie waren auch Anmelder der Demo am 17. November in Düsseldorf, bei der zwei Antifaschisten bei Angriffen rechter Hools verletzt wurden und vermutlich ein Wurfmesser in Richtung der Gegendemonstranten/innen geworfen wurde.

Düsseldorf stellt sich quer dazu:

„Wir rufen daher zu vielfältigen Aktionen gegen diesen Aufmarsch auf. Kommt zahlreich um 13 Uhr zum Johannes-Rau-Platz und achtet auf weitere Ankündigungen! Sicher ist, dass wir diesen Aufmarsch nicht ungestört durch Düsseldorf ziehen lassen werden.“

Gemeinsamer Treffpunkt zur Anreise aus Köln um 12 Uhr am Kölner Hauptbahnhof, Haupteingang.

Samstag, 9. Februar: Kein Platz für rechte Schläger!

Düsseldorf stellt sich quer hat schon seit längerem in Düsseldorf Eller eine Kundgebung angemeldet unter dem Motto „Kein Platz für rechte Schläger“.

In Eller patrouilliert seit letztem Jahr regelmäßig die rechte „Bruderschaft Deutschland“, bestehend aus rechten Hooligans und altbekannten Nazis. Die extreme Rechte tritt in Düsseldorf immer öfters auch zunehmend gewalttätig auf.

Nähere Infos zur Demonstration in dem von Köln gegen Rechts mitunterzeichneten Demoaufruf.

Gemeinsamer Treffpunkt zur Abfahrt aus Köln wieder um 12 Uhr am Kölner Hauptbahnhof, Haupteingang.

Meinungsfreiheit verteidigen! Fake News bekämpfen!

Der rechtsradikale Fake News Produzent David Berger zu Gast bei WDR 5. Kundgebungen von rechten Gruppen vor dem WDR Gebäude.

Der katholische Theologe und ehemalige Redakteur der Schwulenzeitschrift „Männer“ David Berger bekommt am 23.1.2019 im WDR 5 eine Stunde Gelegenheit zur Selbstdarstellung. Berger wurde beim „Männermagazin wegen eines rassistischen Artikels entlassen, er und sein Blog „PhilosophiaPerennis“ bewegen sich am rechten Rand verschwörungs- theoretischer, rassistischer und antisemitischer „Alternativ“-Medien wie JournoWatch und Abbakus News. Berger ist aktives Vorstandsmitglied in der „Vereinigung der Freien Medien e.V“ die gemeinsam mit der den Identitären verbundenen Gruppierung „Widerstand steigt auf“ regel- mäßig eine „Mahnwache für „Meinungsfreiheit“ auf dem Kölner Wallrafplatz veranstaltet, auf der besonders der öffentlich-rechtliche Rundfunk verunglimpft wird.

Auf seinem Blog finden sich rechte Fake News, wie letzte Woche erst, die von einem angeblichen Angriffes einer TAZ Mitarbeiterin auf Identitäre, die das Redaktionsgebäude der TAZ attackierten. Berger verschafft regelmäßig der extrem rechten Identitären Bewegung Öffentlichkeit; also der „Bewegung“, die rechte Aktionen gegen andere Medien und auch den WDR verübt. Mitte Januar starteten sie Aktionen gegen TAZ, Frankfurter Rundschau und andere Medien und Parteien. Berger unterstützt auch offen die homophobe Hetze der italienischen Neofaschisten von „Casa Pound“.

Kritik am geplanten Auftritt

Gegen die Einladung von Berger zu der Sendung Tischgespräch vom WDR 5, gibt es bereits zahlreiche Proteste in den sozialen Netzwerken. Eine ganze Stunde lang soll im dort die Gelegenheit gegeben werden, seine kruden rechten Thesen zu verbreiten. Bisher hält der WDR an der Einladung fest und Bergers rechtsradikale Blase sekundiert und bejubelt die Ankündigung des WDR das Gespräch trotz massiver Kritik in den sozialen Medien auszustrahlen. Berger, der selber 2017 erklärte, warum „Sie mit psychopathologisch gestörten linken Gutmenschen nicht diskutieren sollten“ publiziert entsprechende „Erfolgsmeldungen“: „Der WDR bleibt hart und verteidigt die Pressefreiheit gegen die Shitstormmeute“!

Auch MitarbeiterInnen des WDR, die diesen rechten Hetzer am liebsten so schnell wie möglich in die Wüste schicken würde, ist diese Einladung von WDR 5 unverständlich.

Kundgebungen von rechten Gruppen vorm WDR

Während Berger im WDR 5 parlieren darf, demonstrieren vier Tage später, mit Bergers Blog als Aufrufer, rechte Gruppen vor dem WDR. Unter dem Motto „Für freie Medien“, wozu sie den WDR natürlich nicht zählen, haben sie bereits mehrfach auf dem Wallrafplatz demonstriert. Mit dabei Ulrike Haun und Volker Fevers von „Widerstand steigt auf“, Kader der Identitären und rechte Aktivisten wie Svetlana Goss und der ehemaligen Kader der „Autonomen Nationalisten Pulheim“ Andreas Schick (Die Rechte – Rhein-Erft). Bergers Blog und andere Gruppen, die gemeinsam mit der mit den Identitären eng verbundenen Gruppe „Widerstand steigt auf“, zu der Kundgebung aufrufen, verbreiten rechte Hetze und Fake News am Fließband. Solche Gruppen haben mit freier Meinungsäußerung so viel zu tun wie rechte Hooligans und Schlägertrupps mit gewaltfreiem Demonstrieren.

Wir fordern den WDR deshalb auf, die Sendung nicht auszustrahlen und David Berger keinen Platz für seine Selbstdarstellung zu geben. Berger ist nicht „umstritten“, sondern ein rechtsradikaler und rassistischer Fake News Produzent.

Außerdem rufen wir dazu auf, am Sonntag den 27.01. zu einer angemeldeten Gegenkundgebung in der Nähe des Wallrafplatz unter dem Motto „Meinungsfreiheit verteidigen! Fake News bekämpfen!“ zu kommen, um den dort anwesenden rechten HetzerInnen lautstarken öffentlichen Protest entgegenzusetzen. Fake News und Hetze sind keine Meinung!

Sonntag, 27.01.2018, Kundgebung von Köln gegen Rechts:  „Meinungsfreiheit verteidigen – Fakenews bekämpfen„, 13.30 Uhr, Anfang Hohe Straße, Nähe Wallrafplatz.