Schlagwort-Archive: Identitäre Bewegung

Antifeminismus von Rechts

NO FAME FOR THE OLD GAME — Antifaschistische Veranstaltungsreihe im Sommersemester

Weiblichkeitskonstruktionen und rassistische Narrative in der Kampagne 120db

Rechte Kampagnen der Gegenwart verhandeln neben einer rassistischen Ausgrenzungspolitik schon immer auch Vorstellungen rund um Geschlecht und Geschlechterverhältnisse. Mit der Kampagne #120db instrumentalisiert die „Identitäre Bewegung“ sexualisierte Gewalt um rassistische Narrative aufrechtzuerhalten und zu verbreiten. Im Vortrag wird aufgezeigt, wie eng das rassistische Narrativ mit der Konstruktion vin Weiblichkeit verknüpft ist.

Mittwoch, 29. Mai 2019 von 19-22 Uhr, Uni Köln, Hörsaalgebäude (105), Hörsaal A2.

Das Islambild der „Neuen“ Rechten

No Fame For The Old Game — Antifaschistische Veranstaltungsreihe im Sommersemester

Über das neurechte Unbehagen am Islam

Der Massenmord an Muslimen in Christchurch wirft erneut die Frage auf, welchen Stellenwert feindselige Einstellungen gegen Islam und Muslime in der Weltanschauung der Neuen Rechten spielen. Schließlich überschrieb der Terrorist seine Begründungsschrift mit der Parole vom „Großen Austausch“, die in Deutschland von der „Identitären Bewegung“ und angrenzenden neurechten Netzwerken propagiert wird. In dieser Strömung der extremen Rechten bestehen zum Islam scheinbar widersprüchliche Positionen. Zum einen verfolgt der „Ethnopluralismus“ das Ideal einer globalen Apartheid, die als Rechtfertigung für die gewaltsame Vertreibung von Muslimen dienen kann und dem Islam keinen Platz in Europa zubilligt. Zum anderen warnen einflussreiche neurechte Ideologen vor einer grundsätzlichen Ablehnung des Islams, der weithin als autoritäres Ordnungsmodell geschätzt wird. Muslime, die sich bewusst von „westlichen“ Lebensweisen abgrenzen, treffen häufig auf Anerkennung bei Neurechten. Dagegen erscheinen ihnen Muslime, die sich von der Religion lösen und dem Konsum frönen, als Produkte einer heillosen „liberalen“ Dekadenz, die Europa ins Verderben stürzt. Der Vortrag beschreibt die historischen und theoretischen Hintergründe dieser Vorstellungen und fragt danach, ob und inwiefern Begriffe wie Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus in der Lage sind, die Ambivalenzen des neurechten Islambilds zu erfassen.

Matheus Hagedorny studierte Philosophie, Neuere Geschichte sowie Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bonn, war Dozent am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin und Scholar-in-Residence des Institute for the Study of Global Antisemitism and Policy (ISGAP) an der Universität Oxford. Für das Mideast Freedom Forum Berlin und das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus war er als Bildungsreferent tätig.

Montag, 29. April 2019 von 19-22 Uhr, TH Köln, Campus Südstadt, Ubierring 48

Die extreme Rechte, die AfD und Europa — Info/Mobiveranstaltung

Informations- und Diskussionsveranstaltung von Köln gegen Rechts — Antifaschistisches Aktionsbündnis und der Bezirksgruppe Köln-Kalk der Naturfreund*innen im Rahmen der Vorbereitung der Proteste gegen den EU Wahlkampfauftakt am 7. April in Köln Kalk.

Seit Jahren nutzt die extreme Rechte das Europäische Parlament primär als Propagandabühne für ihre rassistische Hetze, als Geldquelle und für ihre europaweite Vernetzung. Laut aktuellen Umfragen droht ihr Einfluss nach der Wahl des Europaparlaments im Mai 2019 noch weiter zu wachsen. Die rechtsextreme ENF-Fraktion, in der sich u.a. der belgische „Vlaams Belang“, die österreichische FPÖ und der französische Rassemblement National (ehemals Front National) tummeln, könnte ihre Mandatssitze verdoppeln. Auch die AfD mischt hier eifrig mit. Während die Partei sich in der letzten Legislaturperiode durch Zoff und Spaltungen zerlegte und Beatrix von Storch als einzige AfD-Abgeordnete verblieb, könnte sie zukünftig 14 Abgeordnete ins Europaparlament entsenden, unter ihnen auch Sympathisanten der extrem rechten „Identitären Bewegung“. Dabei will sie eigentlich das Europäische Parlament abschaffen oder notfalls mit einen nationalen „Dexit“ aus der Europäischen Union austreten.

Der Politikwissenschaftler Jan Rettig (Uni Bremen) wird in seinem Vortrag einen Blick auf das Europaprogramm der „Alternative für Deutschland“ werfen, deren Tätigkeit im Europäischen Parlament kritisch beleuchten sowie die rechtsextremen Netzwerke auf Europaebene analysieren.

Danach gibt es alle wichtigen Infos zu den Protesten „Köln – Kalk Verbot für die AfD“ gegen den Wahlkampfauftakt der AfD am 7. April, für den sie das Bürgerhaus Kalk nutzen will.
Infos zu den Protesten am 07.04. in Kalk hier.

Mittwoch 27. März 2019Naturfreundehaus Köln Kalk, Kapellenstraße 9A, 51103 Köln, Beginn: 19:30h