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Rechtspopulisten im Parlament. Polemik, Agitation und Propaganda der AfD

mit Christoph Butterwegge und Gudrun Hentges

Der andere Buchladen, Weyertal 32-34, 11. Dezember 19:30-21:30 Uhr

Seit die AfD in das Europaparlament, mehrere Landtage und den Bundestag eingezogen ist, wird darüber diskutiert, ob die Rechtspopulisten aufgrund gezielten Provokationen und „Politikunfähigkeit“ bald wieder aus den Parlamenten verschwinden oder sich dort für längere Zeit etablieren können. Die Rechtspopulisten nur als „Rattenfänger“ oder „braune Demagogen“ abzutun, führt jedenfalls zur Unterschätzung der mit ihren Wahlerfolgen dieser Parteiformation einhergehenden Gefahren.

Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges und Gerd Wiegel analysieren klar: Nur ein konsequenter Kampf gegen die äußerste Rechte, der zivilgesellschaftliche Aktivitäten und außerparlamentarische Initiativen einschließt, kann eine Normalisierung der parlamentarischen AfD-Repräsentanz verhindern.

Von der Anti-AKW Bewegung zu „Ende Gelände“

Wehrt Euch! Leistet Widerstand!

Von der Anti-AKW Bewegung zu „Ende Gelände“

Letzte Veranstaltung aus der Reihe:„1968/2018 – Blick zurück nach vorn“

Da es die letzte Veranstaltung ist, wollen wir ihr ein klein wenig ein festliches Format geben. Dabei wollen wir anknüpfen an die Tradition der Veranstaltungen der Kölner Naturfreund*innen in Kalk: Die Veranstaltungen beginnen dort immer mit einem gemeinsamen Essen. Analog zum Rahmen der Veranstaltungsreihe wollen wir das am 13. Dezember allerdings in der Form gestalten, in der 1968 viele Partys und WG Feten stattfanden: dem „Beggars Banquet“*, einem Buffet.

„Die Einladenden stellen die Getränke ( es gibt z.B. original 68er Bier), Brot und Butter/ Margarine. Jede*r Besucher*in, die will, bringt eine Speise für maximal 3 Personen mit“. Musikprogramm im Hintergrund während der Buffet-Zeiten: Das 68er Album „Beggars Banquet“ von den Rolling Stones.

Ablauf

Die Veranstaltung beginnt mit inoffiziell schon ab 19.15 Uhr mit Essen und Trinken. In dieser Zeit findet die Begrüßung statt und es werden Historische und aktuelle Fotos und Videos zum Thema gezeigt.

Um spätestens 20:00 beginnt der 1. Teil der Veranstaltung mit einem Rückblick auf die Anti AKW – und Umwelt-Bewegung ab den 70ern. In der Pause um 20: 45 beginnt dann die 2. Annäherung ans Buffet.

Ab 21:00 beginnt dann die Podiumsdiskussion „Wie weiter mit ‚Hambi‘ und dem Kampf ums Klima? mit Vertreter* innen von den „Hambis“, BUND, Ende Gelände, ausgekohlt, den Naturfreund*innen u.a. Ab 21.30 Uhr Diskussion mit dem Publikum. Um 22 Uhr findet dann die finale Vernichtung des Buffet statt…….Ende offen.

Inhaltliche Ankündigung

Waldsterben, Saurer Regen, Harrisburg, Three Mile Island, Wyhl – in den 70er Jahren tritt neben Naturschutz-Gruppen, Tierschutz-Initiativen eine neue, starke Ökologie-Bewegung. Und: Umweltschutz/Ökologie werden als Themen in der Linken salonfähig. Angefangen hatte die Linke mit einem stark systemkritisch (gegen Staat und Kapital) aufgeladenen Kampf gegen die menschenverachtende Atomtechnologie. Das wird ihr Einstieg ist in die Anti-AKW-Bewegung, in der Bäuerinnen neben K-Gruppen-Kadern, kritische Wissenschaftler mit informierten Laien, Feministinnen mit Kirchenvertretern demonstrieren. Brokdorf, Grohnde, Gorleben, frei Republik Wendland, Kalkar, Wackersdorf stehen aber auch für die Stationen einer Politisierung und Radikalisierung. Und mit der Atom-Katarstrophe von Tschernobyl ist endgültig bewiesen, dass die so genannte friedliche Nutzung der Atomenergie nichts als eine große PR-Lüge ist.

Die Ökologie-Bewegung, der Anti-AKW-Widerstand sind eine originäre Entwicklung der 70/80er Jahre. Und im Falle des Atom-Ausstiegs ein Beispiel dafür, wie ein Protest der Minderheit zur gesellschaftlichen Mehrheitsposition werden kann. Ähnlich, aber nicht genauso sieht es heute in der Klimabewegung aus.

Aktuell haben die Menschen, die auf den Bäumen im Hambacher Forst lebten – die „hambis“, nach dem ihre Baumhäuser geräumt wurden, wieder angefangen den Wald zu besetzen und weiter Aktionen gegen RWE zu starten. Sie haben durch ihre fast sechsjährigen hartnäckigen Baumbesetzungen im Zusammenspiel mit den Blockadeaktionen von „Ende Gelände“ und dem Widerstand des BUND an der Juristischen „Front“ wahrscheinlich einen Rodungstopp zumindest bis Herbst 2019 erreicht. Wahrscheinlich sogar, wenn die Aktionen – wie geplant – weitergehen, noch mehr.

Der Anspruch der „hambis“ und von „Ende Gelände“ geht über den Erhalt des Forstes hinaus. Sie wollen nicht nur die Bäume retten, sondern die Welt: „ System Change, not Climate Change“. Sie sehen ihren Widerstand als Beitrag zur Verhinderung der globalen Klimakatastrophe und für eine andere Welt. Für sie ist „klar, dass der Kampf um Klimagerechtigkeit gleichzeitig ein Kampf um eine herrschaftsfreie Welt jenseits von kapitalistischen Zwängen ist.“ Und sie leben, wie die Aktivist*innen in der kurzlebigen „freien Republik Wendland“ 1980 diesen Widerstand existenziell.

Die Veranstaltung versucht Kontinuitäten und Brüche zwischen damals und heute aufzuzeigen.

Donnerstag, 13. Dezember 19.15-22.00 Uhr, Naturfreunde Haus Köln Kalk, Kapellenstraße 9A, 51103 Köln

Wir sagen der AfD die Meinung!

VHS Forum im Rautenstrauch Joest Museum besuchen

Zur Zeit tourt die AfD Landesgruppe NRW im Bundestag durch mehrere Landesstädte mit der Veranstaltung von sogenannten „Bürgerdialogen“. In Köln hat sie Diesen für den 20. Dezember angekündigt und dafür das VHS Forum im Rautenstrauch Joest Museum am Neumarkt angemietet.

Selbstverständlich rufen wir und viele andere bei einer Großveranstaltung der AfD in Köln, zu Protesten auf. Bündnisse wie Köln stellt sich quer und Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis werden vor und in der VHS zeigen, was sie von der AfD und der immer aggressiveren rechten Hetze dieser Partei halten.

Die VHS stellt der AfD auf juristischen Druck hin ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Viele Angebote der VHS stehen für das genaue Gegenteil der Politik der AfD, für ein Miteinander der Gesellschaft und nicht für rassistische und neoliberale Ausgrenzung. Die VHS wird dies an diesem Abend mit Veranstaltungen und Ausstellungen – z.B. einer Antisemitismus Ausstellung – im Foyer des Museums und vor dem Museum deutlich machen.

Der AfD die Meinung sagen!

Köln gegen Rechts ruft dazu auf, diese Veranstaltungen in der VHS zu besuchen und anschließend beim „Bürgerdialog“ der AfD die Meinung zu sagen.

Bei einer öffentlichen Veranstaltung ist der Zugang für Alle gewährleistet.

Bei vorherigen Veranstaltungen der AfD wie z.B. in der Galerie am Schloss in Brühl, selektierte die AfD mit Hilfe der Polizei nicht genehme Bürger/innen einfach aus und ließ nur Unterstützer/innen der Partei in den Saal. Dutzende Nicht-AfDler/innen mussten draußen bleiben.

Das wird die VHS nicht zulassen. Die VHS ist ein öffentlicher Raum für alle Bürger/innen und dies werden wir in Anspruch nehmen, um der AfD nachdrücklich unsere Meinung zu rassistischer und völkischer Hetze, neoliberaler Wirtschaftspolitik, Diskriminierung von Frauen und von sexuellen Minderheiten, steinzeitlicher Energiepolitik und enger Verknüpfung mit Neonazis deutlich zu machen. Wir wollen der AfD in Köln einen Abend bereiten, an den sie sich mit der Gewissheit erinnern wird.

Deswegen rufen wir dazu auf ab 17 Uhr zum Rautenstrauch Joest Museum zu kommen, dort das Begleitprogramm zu besichtigen und rechtzeitig zum Einlass des „Bürgerdialoges“ vor Ort zu sein…

Donnerstag, 20.12., ab 17 Uhr, Rautenstrauch Joest Museum (Cäcilienstr. 29-33)
VHS Forum besuchen – Der AfD die Meinung sagen!

Die Rolle von NGOs in Zeiten des Rechtsrucks

Vortrag und Diskussion mit Alexander Häusler, Veranstaltung von Allerweltshaus e.V.

Alexander Häusler ist Sozialwissenschaftler wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf. In seinem Vortrag wird er sich mit dem aktuellen Rechtsruck und dessen Kampfansage an emanzipative linke zivilgesellschaftliche Bewegungen auseinandersetzen.

Im gemeinsamen Gespräch sollen auch politischen Szenarien für die Zukunft diskutiert werden. Hier möchten wir zunächst darauf schauen, wie die politische Landschaft sich weiter verändern kann und wie NGOs, Aktive und Vereine darauf reagieren können. Zum Einen was gegen diese Entwicklung zu tun ist. Zum Anderen wie für den eigenen Erhalt gesorgt werden kann. Interessant ist dabei in den Osten Deutschland zu schauen, wo sich die Rechten bereits stärker in Parlamenten und Räten etabliert haben und was die Internationalismusszene dort tut.

Donnerstag, 1. November, 19-22 Uhr, Allerweltshaus, Körnerstraße 77-79, Ehrenfeld

Gegen den «Meister aus Deutschland»

Antifaschismus und Antirassismus vor und nach dem Mauerfall

(Teilnahme kostenlos)

Rechtsradikale, faschistische, rassistische und rechtspopulistische Organisationen in Köln – gab es schon immer und gibt es bis heute. Und es gab und gibt immer Widerstand dagegen von Antifaschistischen und antirassistischen Gruppen, Parteien und zivilgesellschaftliche Organisationen. Schon vor 1968 dabei (bis heute) war die VVN – BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten). Es folgte in den 80ern die „Volksfront gegen Reaktion, Faschismus und Krieg“, und Ende der 80er der Rom e.V. und die autonome Antifa.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird es hier 3 kurze Textlesungen geben.

Auch heute gibt es ein breit gefächertes Spektrum von Widerstand gegen Rechtsradikalismus und Rassismus : „Das Antifaschistische Aktionsbündnis – Köln gegen Rechts“ , kmii (kein Mensch ist illegal), „ Arsch huh“, „Köln stellt sich quer“, die „ag bleiben“ (Willkommenskultur Spektrum) und KVfR (Kein Veedel für Rassismus), die Initiative „Keupstrasse ist überall“, Rom e.V., die Kampagne „Seebrücke“ und viele mehr .

Sie stellen im 2. Teil der Veranstaltung ihre Analysen und ihre Praxis vor
Mit allen Aktivist*innen von 1968 bis heute wollen wir in zum Abschluss der VA diskutieren und vor dem Hintergrund der aktuellen rassistischen Mobilisierung von Pegida , Identitären und Nazi Aufmärschen nach Chemnitz, der staatlichen Abschiebepolitik und der aktuellen Wahlerfolge der Rechtspopulist*innen den jahrzehntelangen Erfahrungsschatz nutzen um Gegenstrategien zu entwickeln.

Donnerstag, 8. November, 19:30-22:00, Rom e.V., Venloer Wall 17