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Gedenkkundgebung am Kölner Hauptbahnhof

Demonstrant*innen fordern Stopp der Abschiebungen nach und Frieden für Afghanistan

Als Reaktion auf die jüngsten militärischen Offensiven der Taliban und des Islamischen Staates in Afghanistan demonstrierten am Samstag ca. 50 Personen, mehrheitlich Afghaninnen und Afghanen, darunter auch zahlreiche Familien, für einen Abschiebestopp nach Afghanistan und Frieden in ihrem Herkunftsland.

Mehrere afghanische Redner*innen kritisierten die afghanische Regierung als Zusammensetzung von Warlords, die nur an ihrem eigenen Vorteil interessiert sei und die Taliban sowie den Islamischen Staat nicht entschlossen genug bekämpfe. In diesem Zusammenhang wurde auch die Zusammenarbeit der Deutschen Regierung mit der Regierung Aschraf Ghanis kritisiert. Trotz des militärischen Vormarsches der Taliban und der Lebensgefahr für Zivilist*innen schiebt die deutsche Regierung weiter Geflüchtete nach Afghanistan ab. Die Demonstrant*innen forderten mit Unterstützung zahlreicher Passant*innen einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan.

Viele Anwesende hatten in jüngster Zeit selbst Familienangehörige und Freund*innen in dem kriegerischen Konflikt als Tote und Verletzte zu beklagen. In einer Gedenkminute gedachten sie mit Kerzen der Opfer der Taliban und des Islamischen Staates.

Kurzfristig störten Dennis Mocha und seine Gruppe, die sogenannte „Internationale Kölsche Mitte“, die Gedenkkundgebung. Ca. 12 extrem Rechte entrollten am Rande der Gedenkkundgebung ein Transparent mit der Aufschrift „UN-Migrationspakt stoppen“ und machten mit Rufen auf sich aufmerksam. Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit anwesenden Antifaschist*innen rollten sie ihr Transparent wieder ein und gingen, so der O-Ton mehrere Mitglieder der extrem rechten Gruppe, „in die Kneipe“. Auf den Ablauf der Kundgebung hatte die Störung keinen Einfluss.

Die Kundgebung endete mit dem Appell eines Geflüchteten, dass Afghaninnen und Afghanen unabhängig von Clan und Ethnie zusammenhalten müssen, um etwas verändern zu können.

Kein Platz für Rassist*innen in Düsseldorf am kommenden Samstag

„Internationale Kölsche Mitte“ ruft mit zur rechten Demo in Düsseldorf auf.

Neben dem Neonaziaufmarsch in Remagen am kommenden Samstag, den 17. November und dem Aufmarsch der Identitären am Sonntag in Bonn, findet am Samstag auch noch ein Aufmarsch verschiedener Rechtsaußen-Gruppen und Parteien in Düsseldorf am Landtag statt. Ein Bündnis rund um die „Patrioten NRW“ ruft zu einer Demo gegen den Migrationspakt auf. Dem Aufruf angeschlossen haben sich etwa 10 Organisationen aus dem rechtsextremen Spektrum. Es werden auch gewaltbereite rechte Hooligans erwartet. So ruft auch die Gruppe von dem HOGESA-Anmelder Dominik Roesseler (Mönchengladbach steht auf) mit einem Mobi-Video zu dem Marsch auf. In dem Video präsentieren sich Vermummte mit Pyrotechnik, die die „Volksverräter““ stoppen wollen. Die allerletzten Berührungsängste mit strammen Nazis scheint nun auch der Kölner Techno DJ Dennis Mocha vom „Begleitschutz Köln“ verloren zu haben. Mit seiner in „Internationale Kölsche Mitte“ umbenannten Gruppe ist er auf dem Mobiflyer zu finden.

Düsseldorf stellt sich quer mobilisiert zum Gegenprotest und ist auf Unterstützung angewiesen.
Im Aufruf zum Gegenprotest schreiben sie:

„Angesichts des massenhaften Sterbens im Mittelmeer, der ausgesetzten Seenotrettung und der Menschenjagd von Chemnitz ist der rassistische Protest noch unerträglicher geworden. Wir werden uns diesem Rechtsruck entgegenstellen. Denn auch fast vier Jahre nach Dügida heißt es immer noch: In Düsseldorf ist kein Platz für Rassismus!“ https://www.facebook.com/events/1152700574883894/

Also wer am Samstag den 17. November  nicht nach Remagen fährt und neben dem Protest gegen den Identitären Aufmarsch in Bonn noch die Kraft dafür findet, den Protest in Düsseldorf zu unterstützen, der/die sollte zur gemeinsamen Anreise von Düsseldorf stellt sich quer, zum Landtag, um 12.30h am UFA Kino am Düsseldorfer Hauptbahnhof sein.