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Kein Schlussstrich – Das braune Netzwerk hinter dem NSU

Bald wird der NSU-Prozess in München zu Ende gehen. Der jahrelange Prozess hat das Versprechen nach Aufklärung nicht eingelöst. Hartnäckig wird von der Bundesanwaltschaft an der absurden These festgehalten, dass der NSU aus lediglich drei Personen bestand. Das braune Netzwerk, das in vielen Städten den NSU unterstützt hat, wird bewusst ausgeblendet.

Das ZDF hat kurz vor Prozessende eine Dokumentation über eine Todesliste des NSU ausgestrahlt, die wohl nur durch umfangreiche Zuarbeit und Unterstützung lokaler Nazis für den NSU entstanden sein kann. Zusammenhänge, die nie von Polizei oder Bundesanwaltschaft ermittelt wurden.

Am Tag der Urteilsverkündung wird es unter dem Motto “Kein Schlussstrich“ eine Demonstration in München geben, sowie zahlreiche lokale Proteste u.a. auch in Köln.

Das neue Polizeigesetz in NRW soll überarbeitet und die Abstimmung verschoben werden!

Das neue Polizeigesetz in NRW soll überarbeitet und die Abstimmung verschoben werden: der Protest wirkt!

Da aufgeschoben aber noch lange nicht aufgehoben ist, gilt es jetzt erst recht Druck auf zu bauen und gemeinsam auf die Straße zu gehen .

Wir sehen uns am Freitag um 18 Uhr am Roncalliplatz!

Chef von Kölner Immobilienfirma – Parteispender für die AfD

Wolfgang von Moers – WvM Immobilien und Projektentwicklung
Aktiv in Köln/Düsseldorf/Berlin

Stolz verweist der Inhabergeführte Bau und Immobilienträger WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH in seinen Veröffentlichungen auf seine großzügigen Spenden für die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Koeln, für Zartbitter – Hilfe gegen sexuellen Missbrauch, für die Kölner Haie, die Cologne Crocodiles oder den HSG Refrath-Hand.

Etwas weniger öffentlich will der standesgemäß in Köln Marienburg lebende Firmeninhaber Wolfgang von Moers aber wohl seine Spenden für die AfD handhaben. An die AfD spendete er im Jahr 2016 einen Betrag von immerhin 15.000 €,-, die er in seiner öffentlichen Spendenaufzählung allerdings nicht erwähnt.

Die Spende wurde aber unlängst durch die Veröffentlichung der Rechenschaftsberichte der politischen Parteien und damit der Auflistung der eingenommen Parteispenden bekannt.
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/023/1902300.pdf (Seite 214 AfD-Parteispender/innen).
Die jährlichen Rechenschaftsberichte erscheinen etwa eineinhalb Jahre nach Ende des betreffenden Jahres.

WvM Immobilien

WvM Immobilien, das seinen Sitz im 4.Stock des Glaspalastes am Sachsenring 83 hat, stellt sich in seinen Veröffentlichungen als größten Inhabergeführte Bauträger Kölns dar. Mit über 100 Mitarbeiter/innen ist WmV beteiligt an zahlreichen größeren Bauprojekten in Köln, Düsseldorf und auch in Berlin. 2017 feierte WvM sein 25 jähriges Bestehen.

Firmeninhaber und Gründer Wolfgang von Moers machte sich schon Anfang der 90er Jahre in der Kölner Südstadt als Immobilienhai einen Namen mit der üblichen Vorgehensweise: Aufkauf von Bestandsimmobilien, Rausschmiss der darin lebenden Mieter/innen und teurer Weiterverkauf der Wohnung als Eigentumswohnungen.

Auf seinen Seiten sucht WmV für zahlreiche Immobilien in Köln, Berlin oder Düsseldorf vor allem „Kapitalanleger, die auf der Suche nach einer wertstabilen und zukunftssicheren Investitionsmöglichkeit sind.“

WvM expandiert in Berlin

Auch in Berlin hat WvM eine Niederlassung, die immer weiter ausgebaut wird. Das Motto der Immobilienprojekte im Prenzlauer Berg dort lautet beispielsweise. „Vom Chaos zur Gemütlichkeit“ – „Einst war der Prenzlauer Berg ein alternativer Szenestadtteil der von Autonomen besetzt wurde. Heute machen es sich dort Familien bequem“.

Unter welches Motto Wolfgfang von Moers seine Spende an die AfD gestellt hat, ist uns nicht bekannt. Der Einsatz der AfD gegen jegliche Mietpreisbremsen und „aller weiteren sozialistischen Experimente in der Wohnungspolitik“ (O-Ton AfD-Kompakt 20.09.2017), womit wohl sämtliche Überlegungen gemeint sind, mit denen die die rasante Steigerung der Mieten gestoppt werden könnte, wird da wohl mitgespielt haben.