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Eindrücke vom Demo Wochenende in Remagen und Duisburg

Ein demoreiches Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag demonstrierten wir mit ca. 850 Menschen gegen den Aufmarsch von 130 Nazis in Remagen. Dabei kam es gleich zu mehreren erfolgreichen Aktionen, die den Ablauf der Nazidemo erheblich störten. So wurde bereits der Sammelpunkt der Nazis mit einer übel riechenden Flüssigkeit präpariert, die von Polizei und Feuerwehr als Buttersäure identifiziert wurde. Hierdurch kam es zur ersten Verzögerung des Aufmarsches. Wenige Meter weiter haben sich Menschen in die Bäume gehangen und Transparente über die Straße gespannt. Die Nazis ließen sich durch die Aktivist*innen in den Bäumen so sehr einschüchtern, dass sie sich weigerten darunter her zu laufen. Daher verzichteten sie auf ihren geplanten Marsch durch ein Wohngebiet und wichen auf eine deutlich unpopulärere Route aus. Doch auch hier gelang es Antifaschist*innen auf die Strecke zu kommen und den Ablauf des „Trauermarsches“ weiter zu verzögern.

Der angestaute Frust auf Nazi-Seite entlud sich am späteren Abend am Bonner Hbf. Obwohl die Polizei den Bahnhof in Remagen stundenlang für Anifas sperrte, um den Nazis eine ungestörte Abreise zu ermöglichen und die Abreise beider Lager zeitlich zu entzerren, kam es in Bonn zu Angriffen auf im Zug abreisende Antifaschist*innen durch bewaffnete Neonazis.

Nicht entmutigt ging es gestern in Duisburg weiter. Dort standen wir mit weit über 1000 Gegendemonstrant*innen ca. 270 Pegida-Anhängern gegenüber. Doch auch hier konnten die Nazis ihren Spuk nicht wie geplant abhalten. Mehrere erfolgreiche Blockaden durch Antifaschist*innen sorgten dafür, dass es erneut zu deutlichen Verzögerungen kam und auch hier die geplante Route nicht eingehalten werden konnte und letztendlich deutlich verkürzt wurde. Selbst auf der Ausweichstrecke konnten sie nur unter massigem Polizeischutz und lautstarkem Gegenprotest ihr Gruseltheater abhalten.

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen konnten zwei Naziaufmärsche nicht wie geplant stattfinden, was wir als deutlichen Erfolg verbuchen. Wir danken allen Antifaschist*innen, die sich auf unterschiedlichste Weise den Nazis in den Weg gestellt haben!

 

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Ein demoreiches Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag demonstrierten wir mit ca. 850 Menschen gegen den Aufmarsch von 130 Nazis in Remagen. Dabei kam es gleich zu mehreren erfolgreichen Aktionen, die den Ablauf der Nazidemo erheblich störten. So wurde bereits der Sammelpunkt der Nazis mit einer übel riechenden Flüssigkeit präpariert, die von Polizei und Feuerwehr als Buttersäure identifiziert wurde. Hierdurch kam es zur ersten Verzögerung des Aufmarsches. Wenige Meter weiter haben sich Menschen in die Bäume gehangen und Transparente über die Straße gespannt. Die Nazis ließen sich durch die Aktivist*innen in den Bäumen so sehr einschüchtern, dass sie sich weigerten darunter her zu laufen. Daher Verzichteten sie auf ihren geplanten Marsch durch ein Wohngebiet und wichen auf eine deutlich unpopulärere Route aus. Doch auch hier gelang es Antifaschist*innen auf die Strecke zu kommen und den Ablauf des „Trauermarsches“ weiter zu verzögern. Der angestaute Frust auf Nazi-Seite entlud sich am späteren Abend am Bonner Hbf. Obwohl die Polizei den Bahnhof in Remagen stundenlang für Anifas sperrte, um den Nazis eine ungestörte Abreise zu ermöglichen und die Abreise beider Lager zeitlich zu entzerren, kam es in Bonn zu Angriffen auf im Zug abreisende Antifaschist*innen durch bewaffnete Neonazis. Nicht entmutigt ging es gestern in Duisburg weiter. Dort standen wir mit weit über 1000 Gegendemonstrant*innen ca. 270 Pegida-Anhängern gegenüber. Doch auch hier konnten die Nazis ihren Spuk nicht wie geplant abhalten. Mehrere erfolgreiche Blockaden durch Antifaschist*innen sorgten dafür, dass es erneut zu deutlichen Verzögerungen kam und auch hier die geplante Route nicht eingehalten werden konnte und letztendlich deutlich verkürzt wurde. Selbst auf der Ausweichstrecke konnten sie nur unter massigem Polizeischutz und lautstarkem Gegenprotest ihr Gruseltheater abhalten. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen konnten zwei Naziaufmärsche nicht wie geplant stattfinden, was wir als deutlichen Erfolg verbuchen. Wir danken allen Antifaschist*innen, die sich auf unterschiedlichste Weise den Nazis in den Weg gestellt haben! #remagen #duisburg #naziaufmärschestoppen #antifa

A post shared by Köln gegen Rechts (@koeln_gegen_rechts) on Nov 18, 2019 at 6:03am PST

HoGeSa Anmelder ruft zum Aufmarsch in Mönchengladbach auf

HoGeSa Anmelder ruft zu Hooligan und Naziaufmarsch in Mönchengladbach auf — Gruppen aus Köln sind beteiligt

Der in Köln bestens als HoGeSa-Anmelder bekannte Dominik Roeseler organisiert für den 08.09. in Mönchengladbach wieder einen Großaufmarsch von rechten Hooligans und Nazis. Unter dem Motto „Stoppt die Gewalt“ rufen verschiedene Nazigruppen und rechte Vereinigungen zu dem Aufmarsch auf.

Dabei u.a. PEGIDA NRW, „Die Patrioten NRW“, die den Identitären nahestehende Gruppe „Widerstand steigt auf“, sowie Nazihooligans der „Bruderschaft Deutschland“ aus Düsseldorf und zahlreiche andere rechte Hooligantrupps.

Bei dem Motto könnte Mensch glauben, dass diese Gruppen eine Demo gegen sich selber machen. Die Facebookseiten und die Foren der beteiligten Gruppen wimmeln nur so von Gewaltfantasien und Mordaufrufen, aber stattdessen wollen sie sich in widerlichster Form wieder den tragischen Tod des 8 jachtjährigen Kindes in Frankfurt für ihre braune Propaganda zu Nutze machen. Rechte Kölner Gruppen rufen ebenfalls zu der Kundgebung in Mönchengladbach auf.

Widerstand steigt auf

Aus Köln beteiligt sich nach Angaben von Roeseler die Gruppe „Widerstand steigt auf“.
Dies ist eine Minigruppe aus Köln, die auf den meisten Naziaufmärschen der letzten Jahre hier aufgelaufen ist und eng mit den „Identitären“ verbandelt ist. (Bild unten Unterstützungsplakat der Gruppe für die Identitären).

Internationale Kölsche Mitte/Begleitschutz Köln

Des Weiteren ruft die „Internationale Kölsche Mitte“ zu der Kundgebung auf. Diese Facebookgruppe ist von Dennis Mocha ins Leben gerufen worden um seine zahlreichen rechten Aufmärschen, die im letzten Jahr in Köln (meist mit gewalttätigen Übergriffen und dem Zeigen von Hitlergrüßen verbunden) stattgefunden haben, von seinem Geschäftsmodell „Begleitschutz Köln e.V.“, der anfänglich zu den rechten Demos aufgerufen hat, abzukoppeln. Der Begleitschutz Köln und die „Internationale Kölsche Mitte“ haben einen großen Verbreitungsgrad in der rechten Hooligan und Rockerszene.

Schützt unsere Kinder

Ebenfalls zu der Kundgebung ruft aus Köln die gerade erst gegründete Gruppe „SchütztunsereKinder“ auf. Über diese Facebookgruppe lief zusammen mit dem Begleitschutz Köln maßgeblich die Mobilisierung für den Aufmarsch von etwa 250 rechten Hooligans und deren Umfeld am vergangen Freitag am Kölner Hauptbahnhof.

Auch dort instrumentalisierten sie auf widerwärtigste Weise die schlimme Tat von Frankfurt und den toten Jungen für ihre Hetze gegen Flüchtlinge und MigrantInnen. Die Anmelderin der Kölner Kundgebung Ann Christin Heger, betreibt mit ihrem Partner ein Tatoo-Studio in Kerpen. Ihr Partner Gordian L. hatte im Vorfeld auf Facebook bei der Mobilisierung zu der Demo wüste Hasstiraden gegen „linkes Dreckspack“, „abgefuckte Wixer-Richter“ und den „linksfaschistischen Staat“ von sich gegeben. Bei der Kundgebung am Freitag standen stadtbekannte Nazis wie Samy M. und Cindy K. wieder einmal mitten unter den Teilnehmer*innen.

Ann Christin Heger ist Betreiberin der neuen Facebookgruppe „SchützunsereKinder“, die jetzt laut Roeseler zu dem rechten Aufmarsch in Mönchengladbach mit aufruft. Ein weiterer Administrator dieser Facebookgruppe ist der für die AfD in die Bezirksvertretung Chorweiler gewählte Rolf Hubrich, der zwischen zeitlich aus der AfD ausgetreten ist, seine rechten Gesinnung aber beibehalten hat und auch beim Begleitschutz Köln aktiv ist.

Hohes Gewaltpotential bei den Kundgebungsteilnehmer*innen

Bei dem Aufmarsch in Mönchengladbach ist mit einem hohen Gewaltpotential zu rechnen. Sowohl bei den Aufmärschen von HOGESA, wie auch denen vom Begleitschutz Köln, oder der Bruderschaft Düsseldorf ist es in der Vergangenheit zu gewalttätigen Übergriffen und Ausschreitungen gekommen.