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Gemeinsame Anreise nach Mönchengladbach

800 Teilnehmer/innen für Nazi-Aufmarsch in Mönchengladbach angemeldet

Gemeinsame Anreise zum Gegenprotest aus Köln

Kommenden Sonntag am 08.09. will der, als HOGESA-Anmelder bekannte Mönchengladbacher Nazi Dominik Roeseler, erneut eine Großdemo mit Nazis und rechten Hooligans durchführen.

23 Gruppen aus dem Nazi, rechten Hooliganspektrum und aus anderen extrem rechten Vereinigungen rufen zu dem Marsch in Mönchengladbach auf. Darunter auch zahlreiche rechte Hools und Nazis aus Köln, wie die Internationale Kölsche Mitte (besser bekannt als Begleitschutz Köln von Dennis Mocha) und andere auch den Identitären nahestehenden Gruppen. Roeseler hat mittlerweile die erwartete und angemeldete Teilnehmer/innenzahl bei der Nazidemo von 300 auf 800 hochgesetzt. Weitere Infos zu den rechten Kölner Gruppen hier.

Gemeinsame Anreise aus Köln

Aus Köln wird von Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis eine gemeinsame Anreise zu den Gegenprotesten organisiert. Mönchengladbach stellt sich quer – MSSQ ruft zu Protesten gegen den Naziaufmarsch auf.

Der Treffpunkt für die gemeinsame Anreise aus Köln zu den Gegenprotesten wird am Sonntag. 8. September um 11.15h (pünktlich) am Haupteingang des Kölner Hauptbahnhofes sein.

Neonazi aus Köln-Zollstock betrieb Internet-Forum „Nationale Revolution“

Erst 5 Jahre nach Polizeirazzia startet nun der Prozess

Zumindest in Österreich war es vor 5 Jahren im Oktober 2014 eine größere Meldung in den Medien gewesen. Dort kam es zu fünf Hausdurchsuchungen von Spezialeinheiten der Polizei gegen die Betreiber des Internet-Forums „Nationale Revolution“. Die Hausdurchsuchungen waren mit den deutschen Sicherheitsbehörden abgestimmt. Hier konzentrierten sich die Ermittlungen auf drei Verdächtige aus NRW (aus Salzkotten, Wuppertal und Köln). Einer davon, ein mittlerweile Dreißigjähriger, der in Köln Zollstock wohnt, hatte für das Naziforum einen Server in Rumänien angemietet.

Das Internetforum „Nationale Revolution“ war ein 2007 gegründetes Naziforum mit Schwerpunkt auf der Verbreitung von Neonazimusik. Es erlangte ab 2012 eine gewisse Bedeutung, nachdem die bis dahin größte deutsche Neonazistische Plattform Thiazi, nach mehreren Festnahmen, abgeschaltet worden war.

Zum Nachfolgeforum „Nationale Revolution“, schreibt der Kölner Express:

„Aufrufe zum Mord an Ausländern, Juden und Linken fanden sich im Forum, außerdem wurden die Verbrechen der Nationalsozialisten glorifiziert und verharmlost. Ein großer Teil der rechten Hetze wurde durch Liedtexte transportiert, etwa von der verbotenen Band Landser. „Ran an den Feind, Bomben auf Israel“, zitiert die Anklage einen der gewaltverherrlichenden Texte der Gruppierung.“

Prozess erst 5 Jahre später

Umso erstaunlicher, dass es erst jetzt, 5 Jahre später, zu einem Prozess gegen die Beschuldigte kommt. Und auch dieser scheint recht schnell mit einem milden Urteil über die Bühne zu gehen. Der Express dazu:

„Die Vorsitzende Richterin kündigte daraufhin an, die Kammer wolle sich Gedanken um einen Verständigungsvorschlag machen. Bei Geständnissen könnte das Verfahren, das zunächst auf zehn Verhandlungstage bis zum 19. September angesetzt ist, erheblich abgekürzt werden. Ziel der Verteidigung sollen Strafen sein, die noch im bewährungsfähigen Rahmen liegen.“

https://www.express.de/koeln/von-zollstock-aus-koelner-betrieb-xxl-neonazi-forum-im-internet-mit-heftigen-inhalten-33069274