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Die extreme Rechte, die AfD und Europa — Info/Mobiveranstaltung

Informations- und Diskussionsveranstaltung von Köln gegen Rechts — Antifaschistisches Aktionsbündnis und der Bezirksgruppe Köln-Kalk der Naturfreund*innen im Rahmen der Vorbereitung der Proteste gegen den EU Wahlkampfauftakt am 7. April in Köln Kalk.

Seit Jahren nutzt die extreme Rechte das Europäische Parlament primär als Propagandabühne für ihre rassistische Hetze, als Geldquelle und für ihre europaweite Vernetzung. Laut aktuellen Umfragen droht ihr Einfluss nach der Wahl des Europaparlaments im Mai 2019 noch weiter zu wachsen. Die rechtsextreme ENF-Fraktion, in der sich u.a. der belgische „Vlaams Belang“, die österreichische FPÖ und der französische Rassemblement National (ehemals Front National) tummeln, könnte ihre Mandatssitze verdoppeln. Auch die AfD mischt hier eifrig mit. Während die Partei sich in der letzten Legislaturperiode durch Zoff und Spaltungen zerlegte und Beatrix von Storch als einzige AfD-Abgeordnete verblieb, könnte sie zukünftig 14 Abgeordnete ins Europaparlament entsenden, unter ihnen auch Sympathisanten der extrem rechten „Identitären Bewegung“. Dabei will sie eigentlich das Europäische Parlament abschaffen oder notfalls mit einen nationalen „Dexit“ aus der Europäischen Union austreten.

Der Politikwissenschaftler Jan Rettig (Uni Bremen) wird in seinem Vortrag einen Blick auf das Europaprogramm der „Alternative für Deutschland“ werfen, deren Tätigkeit im Europäischen Parlament kritisch beleuchten sowie die rechtsextremen Netzwerke auf Europaebene analysieren.

Danach gibt es alle wichtigen Infos zu den Protesten „Köln – Kalk Verbot für die AfD“ gegen den Wahlkampfauftakt der AfD am 7. April, für den sie das Bürgerhaus Kalk nutzen will.
Infos zu den Protesten am 07.04. in Kalk hier.

Mittwoch 27. März 2019Naturfreundehaus Köln Kalk, Kapellenstraße 9A, 51103 Köln, Beginn: 19:30h

Offener Treff — Von Berlusconi bis zu Salvini

Von Berlusconi bis zu Salvini

25 Jahre italienische Politik und die heutige Krise

Offenes Treffen von Köln gegen Rechts am Dienstag, 26.02.2019 um 19 Uhr in der Alten Feuerwache.

Dieses Mal wird ANPI Deutschland, ein antifaschistischer italienischer Verein, sich vorstellen und einen Vortrag über die politische Lage in Italien halten, anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Gerade in Hinblick auf die kommenden Europawahlen und den Vormarsch von Rechtspopulisten und Rechtsradikalen in einigen europäischen Ländern, in denen sie die Regierung stellen oder an ihr als Koalitionspartner beteiligt sind, ist es für unsere antifaschistische Arbeit von Bedeutung, uns mehr zu vernetzen. Kommt vorbei!

Die Koalition aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung, die Italien seit neun Monaten regiert, sorgt fast täglich für Schlagzeilen. In Sachen Migrationspolitik hat die Lega mit Innenminister Matteo Salvini seine harte Linie durchgesetzt: Schließung der Häfen, Kampf gegen NGOs, Verschärfung des Asylrechtes. Die Fünf-Sterne-Bewegung hat sich hingegen als Armutsbekämpfer profiliert: der sogenannte “Reddito di cittadinanza“, der vor kurzem gebilligt wurde, lässt allerdings erhebliche Zweifel aufkommen über seine Umsetzung und Finanzierung.

International ist Italien immer mehr isoliert, zuletzt waren die Streitigkeiten mit den französischen Nachbarn ein exemplarisches Beispiel. Außerdem wird von der Regierung ein sehr traditionelles Bild der Familie vorangetrieben. Doch wie kam es dazu? 20 Jahre
Berlusconismus und die Unfähigkeit der Mitte-links Partei, sich als reelle Alternative zu präsentieren, haben den Weg zur heutigen Regierung bereitet. Über die letzten 25 Jahre der italienischen Politik und vor allem über die jetzige Situation wollen wir referieren und diskutieren.

Der Vortrag wird von Mitgliedern des antifaschistischen Vereins ANPI (nationale Vereinigung der Widerstandskämpfer Italiens) gehalten.

Ort: Raum Offener Treff, Alte Feuerwache (Melchiorstraße 3, 50670 Köln)

Köln gegen Rechts lädt jeden 2. und 4. Dienstag im Monat ein zum offenen Treffen in der Alten Feuerwache.

Vortrag „Hass im Netz“

Der Rechtsruck unserer Gesellschaft macht sich auch im Internet bemerkbar. Rechte Hetze findet sich jedoch nicht nur in der Kommentarspalte frequentierter Medienportale sondern auch in den sozialen Netzwerken. Ob in der eigenen Timeline oder bei Freund*innen, ob in einer Facebook-Gruppe, auf Diskussionsplattformen oder einer Social Media-Seite, die ihr betreut, gerade im anonymen Netz gibt es keinen Raum der vor Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus oder Sexismus geschützt ist.

Nicht ohne Grund haben sich Begriffe wie Shitstorm und Hatespeech in unseren täglichen Sprachgebrauch etabliert. Aber wie gehe ich als betroffene Person damit um? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, wo kann ich Hilfe bekommen und wie reagiere ich sinnvoll?

Um all diese Fragen rund um das Thema „Hass im Netz“ geht es in dieser Veranstaltung, zu der wir Simone Rafael als Referentin von der Amadeu Antonio Stiftung eingeladen haben. Sie arbeitet seit Jahren in diesem Bereich in der Internet-Recherche, war Mitgründerin der Initiative „Soziale Netzwerke gegen Nazis“ und kennt sich mit der „Hass-Szene“ im Netz bestens aus. Gemeinsam mit ihr wollen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen und mögliche Gegenstrategien erarbeiten.

Kommt vorbei, am Donnerstag, den 24. Januar 2019 um 16:00 Uhr im Hörsaal 115 im IBW-Gebäude in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln**(Herbert-Lewin-Straße 2).

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Diese Veranstaltung wird von „dielinke.SDS – Köln“ als Teil von „Köln gegen Rechts – antifaschistisches Aktionsbündnis“ ausgerichtet.