Schlagwort-Archive: Rechte Gewalt

Solidarität mit allen Betroffenen!

Gemeinsam gegen den Rechtsruck von Staat und Gesellschaft!

Für die Anwältin Seda Başay-Yıldız, Nebenklageanwältin im NSU-Prozess für die Angehörigen von Enver Şimşek, sind rassistische Drohschreiben nichts Ungewöhnliches. Im Dezember machte sie jedoch öffentlich, dass sie und ihre Familie von einem nationalsozialistischen Netzwerk innerhalb der Frankfurter Polizei Drohschreiben bekam. Inzwischen ist das vierte Schreiben des NSU 2.0 aufgetaucht und wiederholt werden interne Informationen der Polizeibehörde genutzt. Seda Başay-Yıldız wird aus rassistischen Motiven bedroht. Betroffene rassistischer Gewalt haben unsere Solidarität!

Frankfurt, Hauptbahnhof, am 23.3 um 14:00 Uhr

Köln auf Platz 2 bei rechter politisch motivierter Kriminalität in NRW 2018

In Köln gab es 2018 nach Dortmund die meisten rechtsradikalen Delikte in NRW.

243 Körperverletzungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen, Volksverhetzungen, etc. in Köln.

Laut Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen ist 2018 die Zahl rechtsradikaler Delikte in NRW, erneut wie 2017, auf einem hohen Niveau. 3767 Delikte werden aufgezählt.

Hinter Dortmund (253 Delikte) belegt Köln dabei den unrühmlichen 2. Platz mit 243 Delikten. Im Einzelnen sind das 12 Gewaltdelikte wie Körperverletzungen (unten im einzelnen aufgezählt), 6 Bedrohungen, 19 Sachbeschädigungen, 128 Verstöße gegen §§86 und 86a (Propagandadelikte), 27 Volksverhetzungen, 3 Störungen des öffentlichen Friedens, 41 Beleidigungen, 2 Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und 5 sonstige Straftaten.

Im Zuge der Ermittlungen kam es zu insgesamt 21 Festnahmen in Köln im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Rechts.

https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-5337.pdf

Gewaltdelikte in Köln 2018

  • Tattag Ort Delikt Staatsang. Opfer
  • 17.02.2018 Köln § 224 StGB afghanisch
  • 02.06.2018 Köln § 223 StGB 3 x Deutsch
  • 07.07.2018 Köln § 223 StGB türkisch
  • 28.07.2018 Köln § 223 StGB deutsch
  • 14.08.2018 Köln § 113 StGB deutsch
  • 30.08.2018 Köln § 223 StGB türkisch
  • 12.09.2018 Köln § 223 StGB deutsch
  • 13.10.2018 Köln § 224 StGB irakisch
  • 17.10.2018 Köln § 223 StGB
  • 17.11.2018 Köln § 224 StGB deutsch
  • 08.12.2018 Köln § 224 StGB syrisch
  • 17.12.2018 Köln § 224 StGB

Gemeinsame Anreise(n) nach Düsseldorf

Rechten Aufmarsch stoppen! Kein Platz für rechte Schläger!

Düsseldorf, 2. Februar „Rechten Aufmarsch stoppen!“ und 9. Februar „Kein Platz für rechte Schläger!“. Gemeinsame Anfahrt aus Köln.

Bei gleich zwei Terminen wollen wir unsere antifaschistischen Freund*innen von Düsseldorf stellt sich quer unterstützen.

Samstag, 2. Februar: Rechten Aufmarsch stoppen!

Erneut wollen in Düsseldorf erneut mehrere rechte Gruppen aufmarschieren. Angemeldet ist die Demo von den auch in Köln bekannten „Patrioten NRW“, die am 18. August 2018 eine Nazikundgebung durchs Kunibertsviertel veranstalteten. Sie waren auch Anmelder der Demo am 17. November in Düsseldorf, bei der zwei Antifaschisten bei Angriffen rechter Hools verletzt wurden und vermutlich ein Wurfmesser in Richtung der Gegendemonstranten/innen geworfen wurde.

Düsseldorf stellt sich quer dazu:

„Wir rufen daher zu vielfältigen Aktionen gegen diesen Aufmarsch auf. Kommt zahlreich um 13 Uhr zum Johannes-Rau-Platz und achtet auf weitere Ankündigungen! Sicher ist, dass wir diesen Aufmarsch nicht ungestört durch Düsseldorf ziehen lassen werden.“

Gemeinsamer Treffpunkt zur Anreise aus Köln um 12 Uhr am Kölner Hauptbahnhof, Haupteingang.

Samstag, 9. Februar: Kein Platz für rechte Schläger!

Düsseldorf stellt sich quer hat schon seit längerem in Düsseldorf Eller eine Kundgebung angemeldet unter dem Motto „Kein Platz für rechte Schläger“.

In Eller patrouilliert seit letztem Jahr regelmäßig die rechte „Bruderschaft Deutschland“, bestehend aus rechten Hooligans und altbekannten Nazis. Die extreme Rechte tritt in Düsseldorf immer öfters auch zunehmend gewalttätig auf.

Nähere Infos zur Demonstration in dem von Köln gegen Rechts mitunterzeichneten Demoaufruf.

Gemeinsamer Treffpunkt zur Abfahrt aus Köln wieder um 12 Uhr am Kölner Hauptbahnhof, Haupteingang.