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Kein Tag ohne Autonomes Zentrum

Von den Kämpfen um das AZ Weisshausstrasse in den 80ern zur aktuellen Auseinandersetzung um das AZ Luxemburger Strasse.

„Kein Tag ohne Autonomes Zentrum“ – Vom AZ Weißhausstraße zum AZ Luxemburger Straße

Die Geschichte der „Autonomen Zentren in Köln“ ist Brutto 32 Jahre -, Netto 12 Jahre alt.
Im Herbst 1986 wurde das Autonome Zentrum Weißhausstraße als politisch-kulturelles Zentrum besetzt. Schon nach 4 Jahren war wieder Schluss. „Kurz vor Weihnachten 1990 räumten 1000 Bullen sieben Besetzer*innen und eine Katze.“ [1].  Aber in dieser relativ kurzen Zeit entwickelte sich durch die politischen Aktivitäten aus dem AZ Weißhausstraße heraus die autonome Antifa in Köln bis hin zu „Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis“ heute. Und eine der ebenfalls heute noch sichtbarsten und lebendigsten Nachwirkungen des AZ Weißhausstraße ist der Bauwagenplatz an der Krefelder Straße, der im Oktober 2019 seinen 30. Geburtstag feiern wird.

Seit 8 Jahren gibt es aktuell das „Autonome Zentrum mit Tanzfläche“, zuerst in Kalk, dann am Eifelwall und aktuell noch in der Luxemburger Straße. Und wieder ist seine Existenz durch Abriss bedroht. Die Verhandlungen des AZ mit der Stadt Köln über den Verbleib hat das AZ auf Eis gelegt, weil es bisher – nach drei Jahren Gespräche – keinerlei konkrete Lösungsvorschläge der Stadt Köln gibt.

„Kein Tag ohne…..!….aber wie …… ?“ Die Beantwortung dieser Frage wird der Schwerpunkt der Veranstaltung mit ehemaligen und aktuellen AZ Aktivist*innen sein.

Donnerstag 7. Juni, 19:30-22:00 Uhr, AZ Luxemburger Straße 93, Nantoka Bar

  • [1] Wolfgang Vonderwelt in „Danke an Anita Wolff – Notizen zum besetzten Autonomen Zentrum Weißhausstrasse 20“, aus „Die Stadt, das Land, die Welt verändern! – Die 70er/80er Jahre in Köln – alternativ, links, radikal autonom“, Hrsg. Reiner Schmidt, Anne Schulz und Pui von Schwind, KiWi Köln, 2014

Die Kölner AfD und die Gewalt Teil 2

 

 

 

 

 

 

 

Kaum haben die Admins der Kölner AfD Seite die von „Köln gegen Rechts“ dokumentierten Mordaufrufe und Gewaltphantasien gelöscht, geht es weiter. Deutlicher kann sich diese Partei nicht als Anlaufpunkt von Nazis, Antidemokraten und potentiellen Gewalttätern outen. Der bürgerliche Lack ist ab!

Gewaltaufrufe und Morddrohungen auf Kölner AfD-Seite

Gegendemonstranten/innen in Berlin werden massiv bedroht.

Auch die Kölner AfD mobilisiert mittlerweile zur der Großdemonstration nach Berlin.

Gegenproteste in Berlin werden dabei direkt von den ersten Kommentatoren auf der Kölner AfD-Facebookseite mit übelsten Gewaltandrohungen bedacht.
Hartgummi-Geschosse und massenweise Senfgans… andere Sprache verstehen die linken Ratten nicht“ oder auch einfach die Aufforderung „Alle Patrioten knüpel mir nehmen und drof Blut muss fließen“.

Diese kranken Gewaltphantasien der AfD-Anhängerschaft wurden von den Administratoren der Kölner AfD Seite keineswegs gelöscht, sie stehen auch anderthalb Tage nach Veröffentlichung noch auf der Seite, sie werden vielmehr unterstützt. So kommentiert der Facebookadministrator der Kölner AfD unter der Senfgasdrohung einige Stunden später: „Hoffentlich kommen die Biker und jede Menge anderer rechtschaffender und mutiger Bürger auch hinzu…“

Aus Köln wird ein Bus zu den Gegenprotesten nach Berlin fahren. Einige wenige Bustickets gibt es noch per E-Mail bei Köln gegen Rechts gegenrechts@riseup.net, oder bei Ende Gelände busnachberlin2705@riseup.net.

25 Jahre nach Solingen: „Neue rassistische Protestbewegung“

Beitrag vom WDR zu den Brandanschlägen von Solingen 1993:

„Seit 2015 werden die Taten nicht nur aus der Neonazi-Szene verübt, sondern auch durch eine enorm gewachsene Zahl sogenannter anlassbezogener Straftäter.

Diese Leute sind zuvor polizeilich nicht aufgefallen. Sie radikalisieren sich über das politische Klima und rechte Hetzblogs.

Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit den Wahlerfolgen der AfD. Sie ist der politische Katalysator einer neuen fremdenfeindlichen und rassistischen Protestbewegung.“