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Keine Abschiebung in den Tod

Von Leipzig aus wird auch diesen Monat ein Flugzeug nach Afghanistan starten.
Ungeachtet der Nachrichten über Terror und Krieg werden Menschen aus ihrem Leben gerissen und in ein ihnen oft völlig fremdes Land gebracht. In Afghanistan verliert die Regierung zunehmend die Kontrolle über weite Teile des Landes an die Taliban, die angeblich sicheren Regionen sind nach Erkenntnis des UNO Flüchtlingswerks eine Fiktion, trotzdem wird abgeschoben. Dagegen werden wir wieder unsere Stimme erheben:

Keine Abschiebung in den Tod! Afghanistan is not save!

Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz, Montag, 12. November, 18-19 Uhr.

Gegen den «Meister aus Deutschland»

Antifaschismus und Antirassismus vor und nach dem Mauerfall

(Teilnahme kostenlos)

Rechtsradikale, faschistische, rassistische und rechtspopulistische Organisationen in Köln – gab es schon immer und gibt es bis heute. Und es gab und gibt immer Widerstand dagegen von Antifaschistischen und antirassistischen Gruppen, Parteien und zivilgesellschaftliche Organisationen. Schon vor 1968 dabei (bis heute) war die VVN – BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten). Es folgte in den 80ern die „Volksfront gegen Reaktion, Faschismus und Krieg“, und Ende der 80er der Rom e.V. und die autonome Antifa.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird es hier 3 kurze Textlesungen geben.

Auch heute gibt es ein breit gefächertes Spektrum von Widerstand gegen Rechtsradikalismus und Rassismus : „Das Antifaschistische Aktionsbündnis – Köln gegen Rechts“ , kmii (kein Mensch ist illegal), „ Arsch huh“, „Köln stellt sich quer“, die „ag bleiben“ (Willkommenskultur Spektrum) und KVfR (Kein Veedel für Rassismus), die Initiative „Keupstrasse ist überall“, Rom e.V., die Kampagne „Seebrücke“ und viele mehr .

Sie stellen im 2. Teil der Veranstaltung ihre Analysen und ihre Praxis vor
Mit allen Aktivist*innen von 1968 bis heute wollen wir in zum Abschluss der VA diskutieren und vor dem Hintergrund der aktuellen rassistischen Mobilisierung von Pegida , Identitären und Nazi Aufmärschen nach Chemnitz, der staatlichen Abschiebepolitik und der aktuellen Wahlerfolge der Rechtspopulist*innen den jahrzehntelangen Erfahrungsschatz nutzen um Gegenstrategien zu entwickeln.

Donnerstag, 8. November, 19:30-22:00, Rom e.V., Venloer Wall 17

Keine Abschiebung in den Tod!

Auch in diesem Monat wird wieder ein Flugzeug nach Kabul starten und Menschen aus ihrem Leben in Deutschland reissen und sie in ein ihnen oft absolut unbekanntes und fremdes Land bringen. Trotz einer weiterhin bedrohlichen Sicherheitslage – allein in diesem Monat gab es wieder zwei verheerende Anschläge mit vielen Toten – hat die Bundesregierung alle Beschränkungen der abzuschiebenden Personengruppen aufgehoben. Es ist also nicht mehr die Lüge notwendig, es würden ja nur angebliche Kriminelle und Gefährder abgeschoben, es kann ganz offen jeden treffen und es trifft Schüler, Auszubildende, Menschen mit unbefristetem Arbeitsvertrag. Abgeschoben werden Menschen, die in Berufen arbeiten, für die die Anwerbung im Ausland diskutiert wird, wie z.B. Altenpfleger.

Damit wird deutlich, dass es damit um die Durchsetzung einer knallharten rassistischen Abschiebepolitik geht. Seehofer setzt die rassistische Agenda einer „Abschiebekultur“ um.

Dagegen stehen wir auf! Dagegen erheben wir unsere Stimme! Gegen Abschiebungen in den Tod! Für eine solidarische Stadt!

Kundgebung, Montag, 13. August, 18 Uhr, Roncalliplatz, Köln

Gegen Abschiebung, Ausgrenzung und Abschottung

Ende Mai wurde endlich der lang ersehnte Lagebericht der Bundesregierung zu Afghanistan vorgelegt. Doch scheint die Realität am derzeitigen politischen Theater vollkommen vorbeizugehen. Während Pro Asyl und viele andere Menschenrechtsorganisationen zu dem Schluss kommen, dass er allen „Hardlinern, die eine härtere Abschiebepraxis in das Kriegs- und Krisenland fordern, die Legitimation“ entzieht, findet Angela Merkel ihn alles andere als bedenklich. Am 06.06. gab sie bei der Regierungsbefragung im Bundestag mit der Einschätzung, „aus unserer Sicht sind die Einschränkungen entfallen“ wieder grünes Licht für uneingeschränkte Abschiebungen in das Kriegsland.

Wenn europäische Politiker*innen sich gegenseitig über Trump(f)en, um „ihr Volk“ mit ihrer unmenschlichen Abschottungspolitik vor Schutzsuchenden zu „schützen“, muss man sich über nichts mehr wundern. Doch leider ist das für die Leidtragenden kein Trost. Nicht nur in ihrem, auch in unserem Interesse muss das Wegsehen ein Ende haben, denn schützen müssen wir uns nicht vor ihnen, sondern vor den Menschenverächter*innen, die Asylsuchende für ihre eigenen politischen Zwecke missbrauchen.

Wir appellieren daher an alle: Schweigt nicht länger! Werdet laut gegen Rassismus und Ausgrenzung! Lasst uns das Bleiben organisieren, anstatt die Abschiebungen hinzunehmen. Nicht Migration, sondern Rassismus und globale Krisen sind das Problem!

Wir sagen Nein zu allen Abschiebungen, denn sie stellen Angriffe auf die Menschlichkeit dar! Wir verurteilen die Erfindung angeblich „sicherer Herkunftsländer“ und die Spaltung der Schutzsuchenden in „gute“ und „schlechte“ Flüchtlinge! Flucht ist Ausdruck globaler Ungerechtigkeiten, Grundrechtsverletzungen und Repressionen gegen Minderheiten. Unser Ziel muss es sein, die Ursachen zu bekämpfen, nicht die Geflüchteten.

Forum Afghanischer Migrant*innen, AG Bleiben, Antifaschistisches
Aktionsbündnis Köln gegen Rechts

Gegen Abschiebung, Ausgrenzung und Abschottung, Demonstration am 2. Juli, 18-19 Uhr, Walraffplatz