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Rechtes Magazin bei REWE, Kunden/innen protestieren

Das rechte AfD-nahe Magazin Compact liegt in manchen REWE Märkten aus. Dagegen gibt es jetzt Proteste von Kunden/innen des Kölner Lebensmittelkonzerns (Artikel in der Neuen Westfälischen).

2016 hatte viele REWE-Märkte das Magazin bereits aus dem Sortiment entfernt, mittlerweile scheint es in einigen Filialen wieder im Angebot zu sein. Nach Protesten haben einzelne Filialen das Magazin aber wieder aus der Auslage genommen. Falls ihr das rechte Magazin in eurer REWE-Filiale oder auch im Kiosk Eures Vertrauens entdeckt, protestiert dagegen. Oft hilft auch eine einfache Aufklärung der Kioskbetreiber/in, über den rechten Hintergrund des Magazins.

Köln gegen Rechts hatte zu diesem Zweck schon 2016 einen Flyer entworfen, der über das rechtsextreme Hochglanzmagazin aufklärt. Hier der Link für den Flyer zum Selberausdrucken.

Kein Raum für Rassismus! – 1500 feierten in den Sartory Sälen Ausgelassenes Antifa-Fest statt rechtspopulistischem Kongress

Eigentlich hatte für den 29. Oktober 2016 das „Compact“-Magazin, das sich mit seinen rassistischen, nationalistischen und demokratiefeindlichen Positionen zum Sprachrohr der rechtspopulistischen AfD und der PEGIDA-Bewegung entwickelt hat, eine große Konferenz in Köln mit dem Titel „Für ein Europa der Vaterländer – Gegen Islamisierung und Fremdherrschaft!“ angekündigt.

Doch es kam anders:
Statt dem Rechtsaußen der AfD, Björn Höcke, dem außenpolitischen Sprecher der FPÖ (Österreich), Johannes Hübner, dem Sprecher der „Identitären Bewegung“ Martin Sellner, dem populären Moscheebaugegner aus der schweizerischen Rechtspartei SVP, Oskar Freysinger, und anderen Rassisten und Rechtspopulisten bestimmten knapp 100 Kölner Musiker*innen und Kabarettisten das Geschehen auf der Traditionsbühne im Großen Sartory-Saal.
Statt des Querfrontlers Jürgen Elsässers, Herausgeber des Compactmagazins, moderierte ein gut gelauntes Moderationsteam um den Kabarettisten Fatih Cevikkollu den Abend.
Und statt einigen 100 gutzahlenden rechtslastigen Zuhörern (als Eintrittspreise bei der Compact-Konferenz waren 70 und 120 € angesagt) amüsierten sich für 7,- bis 11,- € ca. 1500 Leute (darunter viele Geflüchtete, die keinen Eintritt zahlen mussten) prächtig.

Um 18:30 h marschierte das Kunstorchester Kwaggawerk, nachdem sie vor dem Saal auf der Friesenstraße gespielt hatten in den Saal. Und danach folgten Schlag auf Schlag Jürgen Becker, Klee, Wilfried Schmickler, Querbeat, Miljöh, Kasalla, Buntes Herz & Janus Fröhlich, Agwaan, Hannak und Jürgen Zeltinger (mit Band) auf. Zum Abschluss gab es noch eine Party bis drei Uhr morgens im Foyer, gestaltet von der Kölner Club-Szene.

Und auch die politische Botschaft kam nicht nur durch kurze Redebeiträge, sondern auch durch ein handfestes Ergebnis rüber. Nach der Rede von „Sea Watch – Zivile Seenotrettung von Flüchtenden im Mittelmeer“, wurden knapp 2400,- € im Saal und Foyer gesammelt. Auch der weitere Benefiz der Veranstaltung zwischen 6000 und 7000€ wird an Sea Watch gespendet.

Klaus Lober, Sprecher des Organisationsteams: „Das Engagement von Herrn Sartory, den Kölner Bündnissen gegen Rechts und dutzenden Kölner MusikerInnen ist mit einem grandiosen Fest belohnt worden. 1500 Menschen feierten bei ausgelassener Stimmung und Massenschunkeleinsätzen auf der Bühne mit den Kölner Bands und Kabarettisten. Das beeindruckende Ergebnis der Sammlung im Saal für Sea Watch (zusätzlich zu den Gewinnen der Veranstaltung) hat aber auch gezeigt, dass es den BesucherInnen nicht nur ums Feiern ging, sondern der politische Hintergrund sehr bewusst unterstützt wurde. Diese Veranstaltung sollte Schule machen, denn schon am 29.11.16 steht ein ähnlich gelagerter, rechtslastiger Kongress in Bergheim an.“

In den abschließenden Auswertungsgesprächen der Veranstalter mit Herrn Sartory tief in der Nacht, deutete sich die Möglichkeit einer Wiederholung eines ähnlichen Festes im nächsten Jahr an.

Antifaschistisches Aktionsbündnis Köln gegen Rechts

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Clubnacht: Kein Raum für Rassismus.

clubnachtbIm Anschluss an Kein Raum für Rassismus – Antirassistisches Benefizfestival am 29.10. laden Künstler/innen der Kölner Clubszene zum Weitertanzen ins Foyer des Sartory-Saals.

Eröffnet wird die Klubnacht ab ca. 24h mit Rap aus Köln und Syrien
Veedel Kaztro und AbdulRahman aka Murder Eyezwird werden das Foyer zum Kochen bringen.
Dann werden Marcus Can’t Dance (ALRITE! / Tsunami Club) & CSR (Tanzdiktat) die Tanzparty zu weiteren musikalischen Höhepunkten bringen.

Klubnacht 29.10.2016 – Kein Raum für Rassismus im Sartory (Friesenstraße)
Nach dem Konzert ab 24h
Eintritt gegen Spende: 5,-€ bis 7,-€ – Benefiz für Sea Watch
Für Konzertbesucher*innen natürlich umsonst.

Veedel Kaztro
AbdulRahman aka Murder Eyez
Marcus Can´t Dance (Alrite!/Tsunami Club)
zusammen mit CSR (Tanzdiktat)