Kölner Polizeilinie des Kuschelkurses mit Neonazis setzt sich fort.

Zum dritten Mal in Folge sind gestern über 100 Neonazis, bestehend aus Funktionären von Pro Köln/NRW und einer großen Anzahl von extrem rechten Hooligans, durch Köln gezogen. Wieder skandierten sie dabei Neonaziparolen und griffen Journalisten u.a. von RTL und Köln TV an, ohne dass die Polizei in der Lage war dies zu verhindern.
Trotz extra ausgesprochen Verbotes marschierten Neonazis vermummt von der Polizei begleitet durch den Bahnhof, die stattdessen massiv gegen linke Gegendemonstranten/innen im Bahnhof vorging.
Als positiv bewertet das Bündnis „Köln gegen Rechts“, dass sich erneut wieder etwa 2000 Menschen an den Gegenaktionen beteiligt haben und es ein paar hundert Demonstrant/innen gelang durch Blockaden im Bahnhof die Anreise der Neonazis zu behindern.
Der Sprecher des Bündnisses „Köln gegen Rechts“ Klaus Lober, kritisiert jedoch, dass in einigen Presseberichten die KÖGIDA Demo immer noch als islamkritisch bezeichnet wird. „Angesichts vermummter Neonazis, die den Hitlergruß zeigen und Journalisten angreifen wäre es endlich angesagt, das Kind beim Namen zu nennen. Die KÖGIDA Demo ist ein lupenreiner Naziaufmarsch, bestehend aus
altbekannten Pro Köln Funktionären zusammen mit äußerst gewalttätigen Hooligans“.

Nächsten Mittwoch wollen die Kögida-Nazis wieder in Köln aufmarschieren, für
nächste Woche haben sich bereits jetzt schon deutlich mehr Rassist/innen
angekündigt. Rassist/innen und Nazis fühlen sich in Köln ganz offensichtlich wohl. Ungestraft können sie hier den Hitlergruß zeigen, Journalist/innen und
Gegendemonstrant/innen angreifen und in Polizeibegleitung vermummt
herumlaufen. Die Taktik der Polizeiführung und des Polizeipräsidenten Albers, Woche für Woche in der Kölner Innenstadt einen Ausnahmezustand auszurufen, massiv gegen Gegendemonstrant/innen vorzugehen, gewalttätige Neonazis aber weitgehend unbehelligt zu lassen, scheint immer mehr gewalttätige Nazihooligans nach Köln zu locken.
Deshalb ruft das Bündnis dazu auf, sich auch nächsten Mittwoch dem
Naziaufmarsch entgegenzustellen und zu verhindern, dass Naziaufmärsche in Köln zur Gewohnheit werden.

 

Köln gegen Rechts, 22.01.14