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Salon digital organisieren

Google-Profil, Warenbestand und Softwarewechsel: wie Friseur- und Kosmetiksalons ihren Alltag digital organisieren.

Viele Friseur- und Kosmetiksalons haben den ersten Schritt längst gemacht: Es gibt ein Instagram-Profil, vielleicht eine Website und irgendein Programm für Termine. Der Alltag läuft trotzdem oft halb digital, halb auf Zuruf. Termine kommen über das Google-Profil, per Telefon und per WhatsApp herein, der Bestand an Farben und Pflegeprodukten steht in einer Liste, die keiner pflegt, und das Buchungsprogramm wechselt man nicht, weil man Angst um die Kundendaten hat. Diese Rubrik zeigt, wie ein Salon diese Baustellen Schritt für Schritt ordnet, ohne gleich alles umzukrempeln.

Drei Baustellen, die sich lohnen

BaustelleTypisches ProblemWas hilft
Google-Profil und KalenderKundinnen finden den Salon bei Google, rufen aber an oder schreiben, weil kein Buchungslink hinterlegt istBuchungslink im Unternehmensprofil, alle Termine in einem Kalender (siehe Terminbuchung über Google-Profil und Google Kalender)
WarenbestandDie gefragteste Farbe fehlt am Samstag, abgelaufene Produkte landen im MüllMindestbestände, Verbrauch pro Leistung, monatliche Inventur (siehe Bestandsverwaltung für Friseursalons)
SoftwarewechselDas alte Programm ist zu teuer oder kassiert Provision, aber der Umstieg wirkt riskantErst exportieren, parallel testen, dann an einem ruhigen Tag umstellen

Was das kostet

Die Preisspanne bei Salonsoftware ist groß. Marktplätze wie Treatwell verlangen neben der Monatsgebühr eine Provision von bis zu 35 % auf die erste Buchung neuer Kundinnen. Abo-Software wie Salonized beginnt bei 19 € im Monat und steigt mit Tarif und Teamgröße. Schlanke Lösungen ohne Provision wie Boona kosten 2 US-Dollar im Monat plus 1 US-Dollar je weiterem Arbeitsplatz. Entscheidend ist nicht der niedrigste Grundpreis, sondern was ein normaler Monat mit allen Zusatzkosten tatsächlich kostet.

Datenschutz nicht vergessen

Wer Kundendaten digital führt, muss die DSGVO beachten: Einwilligungen für Werbung festhalten, Auskunft und Löschung auf Wunsch ermöglichen und den Zugriff auf die Kundenkartei begrenzen. Beim Wechsel der Software gehört dazu auch, die Einwilligungen mitzunehmen und die Daten beim alten Anbieter löschen zu lassen, sobald der Umzug abgeschlossen ist.

Wo anfangen

Am schnellsten wirkt der Buchungslink im Google-Profil: Wie die Terminbuchung über Google-Profil und Google Kalender funktioniert, steht im ersten Beitrag. Wer mehrere Mitarbeiterinnen mit Farbe arbeiten lässt, sollte als Nächstes die Bestandsverwaltung für Friseursalons angehen. Und wer mit dem bisherigen Programm unzufrieden ist, findet in der Anleitung Salonsoftware wechseln eine Checkliste für den Umstieg.

Häufige Fragen

Womit sollte ein Salon anfangen?
Mit dem Buchungslink im Google-Profil. Er ist in wenigen Minuten eingerichtet und bringt sofort Termine, die sonst als Anruf mitten in einer Behandlung kämen.
Lohnt sich eine Bestandsverwaltung für einen kleinen Salon?
Ja, sobald mehr als eine Person Farbe anmischt. Schon ein Mindestbestand pro Produkt verhindert die meisten Engpässe.
Verliere ich beim Softwarewechsel meine Kundinnen?
Nein, wenn die Daten vorher vollständig exportiert und alle Buchungslinks am selben Tag ausgetauscht werden.