Archiv

Blog | Köln gegen Rechts

Um 12h begann die Kundgebung. Gleichzeitig gab es auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs/Treppe zur Domplatte den „Frauen-Flashmob gegen Männergewalt“. Ca. 1000 Frauen kamen nach dem Ende des Flashmobs zu der Kundgebung von „Köln gegen Rechts“ und wurden dort begeistert begrüßt.

In zahlreichen Reden – ausschließlich von Frauen – wurden dort die sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen an Silvester in Köln verurteilt. Die Rednerinnen machten deutlich, dass sexuelle Gewalt von Männern nicht an Nationalität, Herkunft und Religion gebunden ist. Sie ist auch Teil der bundesrepublikanischen Alltagskultur, sei es auf Festen wie Karneval in Köln oder Oktoberfest in München usw. Die Frauen und kritisierten in ihren Reden ausdrücklich den Versuch von Pegida und anderen Rassisten/innen, die Empörung über die sexuellen Übergriffe in Köln und anderswo für rassistische Hetze zu instrumentalisieren. Zum Abschluss zogen gegen 17:00 h 1000 Menschen vom Breslauer Platz zum Hans-Böckler Platz.

Auf der anderen Seite des Breslauer Platzes versammelten sich etwa 1300 überwiegend angereiste Pegidas, die ihr Frauen-Weltbild mit Parolen wie „Antifa Hurensöhne“ auf den Punkt brachten. Die Pegida-Versammlung bestand zum größten Teil aus organisierten Neonazis und Hooligans aus dem Hogesa-Spektrum. Viele der Teilnehmer hatten sich alkoholisiert und vermummt in die Menge eingereiht, zeigten den Hitlergruß und trugen trotz Glasverbots Flaschen bei sich, ohne dass die Polizei einschritt. Ganz anders auf der Kundgebung von Köln gegen Rechts . Dort wurde penibel kontrolliert.

Nach Beginn der Pegida-Demonstration „trieb eine Horde alkoholisierter Hooligans eine gepanzerte Hundertschaft durch die Kölner Innenstadt“ (KStA). Der Demonstrationszug der Nazis wurde dann doch nach etwa 300 Metern von der Polizei wegen Böllerwürfen und Vermummung gestoppt und später aufgelöst.

Trotz der Auflösung war der Polizeieinsatz ähnlich katastrophal wie 2014. Der Kölner Polizei ist es wieder einmal gelungen, eine Erlebniswelt für extrem rechte und gewalttätige Hooligans zu schaffen. Nach dem Stopp des Demonstrationszuges, der zunächst ohne nennenswerte Polizeibegleitung losziehen konnte, bewarfen Hooligans die Polizei eine halbe Stunde mit Steinen, Flaschen und Böllern, ohne dass dies Konsequenzen gehabt hätte. Die anschließende Auflösung ging dann mehr als zaghaft vonstatten. Mehrfach wuschen Polizisten Hooligans die Augen aus, die sie zuvor mit Pfefferspray besprüht hatten.

Zum Vergleich: Obwohl es auf der Kundgebung von „Köln gegen Rechts“ keinerlei Zwischenfälle gegeben hatte, wurde der abschließende Demonstrationszug zum Hans-Böckler Platz vom ersten bis zum letzten Schritt von einem Polizeispalier begleitet.

Sonja Ziegler, Sprecherin von „Köln gegen Rechts“: “Wir freuen uns, dass so viele Menschen in Köln auf unserer Kundgebung ein deutliches Zeichen gegen Sexismus und Rassismus gesetzt haben und sich der rassistischen Hetze von PEGIDA und Nazi-Hooligans entschieden entgegengestellt haben.

Völlig unverständlich ist uns allerdings, dass es die Kölner Polizei nach dem Fiasko von 2014 scheinbar erneut darauf angelegt hat, den Hooligans einen ereignisreichen Tag zu bescheren.

Allgemein

4000 gegen Sexismus und Rassismus

Das „Antifaschistische Aktionsbündnis Köln gegen Rechts“ sieht die gestrige Mobilisierung gegen den Pegida NRW-Aufmarsch als großen Erfolg. Trotz der nur dreitätigen Mobilisierungszeit kamen – entgegen anderslautender Pressemeldungen – 4000 Menschen auf dem Breslauer Platz zusammen.

Köln gegen rechts
Allgemein

Dringender Appell

Samstag 09.01. -12h – Köln Hauptbahnhof –(Ort kann sich ändern!)

Köln gegen rechts
Allgemein

Pegida NRW stoppen! Nein zu rassistischer Hetze! Nein zu sexueller Gewalt!

In der Silvesternacht wurden, wie vielfach in den Medien berichtet, am Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen Opfer sexueller Attacken und Diebstähle. Die Berichte, dass es sich bei den Tätern um „nordafrikanisch“ und „arabisch“ aussehende Männer handele, rufen nun – wie zu erwarten – Rassisten aller

Köln gegen rechts
Allgemein

7 Januar: Todestag von Oury Jalloh

Am 7. Januar ist es 11 Jahre her, dass der Sierra-Leoner Oury Jalloh in einer Gefängniszelle in Dessau auf einer schwer entflammbaren Matratze verbrannte. Obwohl er an Händen und Füßen gefesselt war, und obwohl bei der vorangegangenen Durchsuchung kein Feuerzeug gefunden wurde, behaupteten die diens

Köln gegen rechts
Veranstaltung

Cologne Act #2

Die Welt braucht ein Weihnachtsmärchen. Und Köln auch. Nein, wir werden es nicht schaffen, die Fluchtursachen abzustellen. Der Waffenexport (auch in aktuelle Kriegsgebiete) geht ungebremst weiter. Die Freihandelsabkommen ringen die Ökonomien des globalen Südens systematisch nieder. Der Klimawandel i

Köln gegen rechts
Hogesa

Hausdurchsuchung in Wohnung von Kölner Antifaschisten

Am Mittwoch, den 2.12.2015 gegen 6:30 Uhr früh, fand eine Hausdurchsuchung in der Wohnung eines jungen Kölner Antifaschisten und seines Vaters statt. Die Polizei beschlagnahmte unter anderem einen Computer, sowie Kinderspielzeug.

Köln gegen rechts
Allgemein

Köln gegen Rechts:

Freitag 04.12. – 14h Chorweiler Am Parkplatz vor der Flüchtlingszeltstadt in Köln-Chorweiler (Aqualand) Anlässlich einer Kundgebung von Pro Köln vor dem Flüchtlingslager in Köln Chorweiler ruft u.a „Köln gegen Rechts“ zu Protesten auf. Gegen rassistische Hetze von Pro NRW! Keine Lager – Wohnraum für

k
Allgemein

Gegen rassistische Hetze von Pro NRW! Keine Lager – Wohnraum für Flüchtlinge! Keine Abschiebungen!

Am 4.12. 2015 will die rassistische Kleinpartei „Pro NRW“ vor der Zeltstadt in Köln – Fühlingen eine „Mahnwache“ abhalten und ihre rassistischen Hetzreden in unmittelbarer Nähe der Menschen verbreiten, die aus Not und Verzweiflung ihre Heimat verlassen haben. Hetze gegen Menschen, die oft durch Gewa

k