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Proteste bei AfD-Wahlstand. Hiltlergruß bei Infostand von Widerstand steigt auf

Heute Mittag protestierten einige DemonstrantInnen gegen einen AfD-Wahlkampfstand auf der Schildergasse und sammelten braunen Müll ein.

Zeitgleich blieben ein halbes Dutzend rechte DemonstrantInnen auf dem Kölner Alter Markt unter sich.

Dort hatte die, den Identitären nahestehende, Gruppe Widerstand steigt auf“ zu einem Infostand aufgerufen. Unter den Augen von 20 GegendemonstrantInnen schafften sie allerdings nicht, auch nur einen einzigen rechten Flyer zu verteilen.

Ein Teilnehmer des rechten Standes ließ es sich nicht nehmen, den Hitlergruß zu zeigen. Er bekam einen Platzverweis und eine Anzeige von der Polizei.

Am Nachmittag demonstrieren zur Stunde etwa 500 Menschen durch Sülz unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Rechtsruck“.

Solidarität mit allen Betroffenen!

Gemeinsam gegen den Rechtsruck von Staat und Gesellschaft!

Für die Anwältin Seda Başay-Yıldız, Nebenklageanwältin im NSU-Prozess für die Angehörigen von Enver Şimşek, sind rassistische Drohschreiben nichts Ungewöhnliches. Im Dezember machte sie jedoch öffentlich, dass sie und ihre Familie von einem nationalsozialistischen Netzwerk innerhalb der Frankfurter Polizei Drohschreiben bekam. Inzwischen ist das vierte Schreiben des NSU 2.0 aufgetaucht und wiederholt werden interne Informationen der Polizeibehörde genutzt. Seda Başay-Yıldız wird aus rassistischen Motiven bedroht. Betroffene rassistischer Gewalt haben unsere Solidarität!

Frankfurt, Hauptbahnhof, am 23.3 um 14:00 Uhr

Vortrag „Hass im Netz“

Der Rechtsruck unserer Gesellschaft macht sich auch im Internet bemerkbar. Rechte Hetze findet sich jedoch nicht nur in der Kommentarspalte frequentierter Medienportale sondern auch in den sozialen Netzwerken. Ob in der eigenen Timeline oder bei Freund*innen, ob in einer Facebook-Gruppe, auf Diskussionsplattformen oder einer Social Media-Seite, die ihr betreut, gerade im anonymen Netz gibt es keinen Raum der vor Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus oder Sexismus geschützt ist.

Nicht ohne Grund haben sich Begriffe wie Shitstorm und Hatespeech in unseren täglichen Sprachgebrauch etabliert. Aber wie gehe ich als betroffene Person damit um? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, wo kann ich Hilfe bekommen und wie reagiere ich sinnvoll?

Um all diese Fragen rund um das Thema „Hass im Netz“ geht es in dieser Veranstaltung, zu der wir Simone Rafael als Referentin von der Amadeu Antonio Stiftung eingeladen haben. Sie arbeitet seit Jahren in diesem Bereich in der Internet-Recherche, war Mitgründerin der Initiative „Soziale Netzwerke gegen Nazis“ und kennt sich mit der „Hass-Szene“ im Netz bestens aus. Gemeinsam mit ihr wollen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen und mögliche Gegenstrategien erarbeiten.

Kommt vorbei, am Donnerstag, den 24. Januar 2019 um 16:00 Uhr im Hörsaal 115 im IBW-Gebäude in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln**(Herbert-Lewin-Straße 2).

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Diese Veranstaltung wird von „dielinke.SDS – Köln“ als Teil von „Köln gegen Rechts – antifaschistisches Aktionsbündnis“ ausgerichtet.