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Festgenommener im Mordfall Lübcke mit Combat 18 Bezug

C18 in NRW und Köln

Der im Mordfall Lübcke Festgenommen ist anscheinend seit Jahren in der rechtsextremen Szene aktiv. Wegen des Überfalls auf eine Demonstration des DGB am 1.Mai 2009 wurde er wegen Landfriedensbruch verurteilt. Aber auch danach ist er nach Angaben der Tagesschau mehrfach durch schwere und teilweise rechtsextremistisch motivierte Straftaten aufgefallen.
Nach Angaben der Zeit hat er bereits 1993 im Alter von 20 Jahren mit einer Rohrbombe eine Flüchtlingsunterkunft in Hessen angegriffen.

Die Tagesschau berichte, dass er der rechtsterroristischen Vereinigung C18 nahestehen soll.

Update

Name des Festgenommenen tauchte auch im hessischen NSU-Untersuchungsausschuss auf.
Combat 18 und NSU Bezug – Weitere Infos hier

C18 in NRW und Köln

Aus diesem Anlass hier noch einmal ein Bericht von Köln gegen Rechts vom April diesen Jahres, in der wir über eine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Verena Schäfer an die NRW-Landesregierung zum Thema Combat 18 berichtet haben.

Bei der Antwort kam heraus, dass diese Gruppierung auch in Köln aktiv ist und in den letzten 10 Jahren Mitglieder von Combat 18 zwanzig Straftaten in Köln begangen haben. Der Kölner Presse waren die Verbindungen von Combat 18 zu Köln damals keine Zeile wert.

Neonazi Flugblätter in Mülheim aufgetaucht

In Köln haben Hunderte Menschen an den Bombenanschlag des NSU erinnert, kurz zuvor sind Flugblätter der rechtsextremen Gruppe Atomwaffen Division Deutschland aufgetaucht. Nicht zum ersten Mal.

Auf der Keupstraße geht es an diesem Tag aber nicht nur um die Vergangenheit, um die Narben, die der rassistische Anschlag und auch der Umgang der Behörden damit hier hinterlassen haben. Es geht auch um die Zukunft des Erinnerns, um ein Mahnmal, das sich hier viele wünschen, für das die Stadt aber noch immer keinen Platz gefunden hat. Und es wird über Neonaziflugblätter geredet, die einige Tage zuvor aufgetaucht sind. Ausgerechnet hier in Köln-Mülheim, nicht weit von der Keupstraße entfernt.

Neues Neonaziflugblatt stiftet Angst

Rechtsextremes Untergrund-Netzwerk im Ruhrgebiet?

Straftaten mit C18-Bezug in NRW

In NRW sind in den vergangenen 10 Jahren insgesamt 12 Rechtsextremisten mit einem „Combat 18“-Bezug straffällig geworden. Insgesamt sind die für 84 Straftaten verantwortlich. Darunter das Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole, Bedrohung, gefährliche Körperverletzung oder Nötigung. Dabei stechen vor allem Dortmund mit 41 Taten, aber auch Köln mit 20 deutlich heraus. Das Innenministerium geht davon aus, dass zurzeit neun „C18“-Mitglieder in NRW leben.

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/rechtsextremes-netzwerk-combat-100.html