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Mordanschlag in Halle: Antisemitischer Einzeltäter? Nennt es endlich Terror!

Der gestrige Angriff an Jom Kippur („Versöhnungsfest“ – höchster jüdische Feiertag ) in Halle auf eine Synagoge und danach auf eine Passantin und einen Dönerladen mit zwei Toten ist noch keine 24 Stunden alt, schon beschreiben Teile der Presse den Täter als „antisemitischen Einzeltäter“.
Dies ist wieder einmal eine Verharmlosung der rechtsextremen Terrorwelle, die in den letzten Jahren immer wieder Opfer fordert.
Der Täter griff, nachdem es ihm glücklicherweise nicht gelang die wegen Jom Kippur sehr gut besuchte Synagoge zu stürmen, kurzerhand den nächsten Dönerladen an und erschoss nach einer Passantin einen dortigen Gast.
Die Tat reiht sich ein in eine rechtsextreme, antisemitische, islamfeindliche und rassistische Terrorwelle, die von der Mordserie des NSU, dem Amoklauf in München 2016, dem islamfeindlichen Anschlag im neuseeländischen Christchurch, dem Mord am CDU Politiker Lübcke, bis hin zu den Anschlägen auf Geflüchteten-Unterkünfte immer offensichtlicher ist.
Halle ist keine Einzeltat! Es ist rechter Terror!
Dies muss endlich so benannt werden!
Der rechte Terror, aber auch alle seine Stichwortgeber in der Politik müssen kompromisslos bekämpft werden.

Heute am Donnerstag wird es um 18h von RABA (Rheinisches antifaschistisches Bündnis gegen Antisemitismus) eine Kundgebung gegen Antisemitismus auf der Kölner Domplatte geben. Zeitgleich findet am Bahnhofsvorplatz eine Kundgebung gegen den Einmarsch der türkischen Armee nach Rojava statt.
Über weitere Aktionen werden wir informieren…

Gemeinsame Anreise aus Köln — Kein Platz für rechte Schläger in Düsseldorf-Eller und überall!

Kein Platz für rechte Schläger in Düsseldorf-Eller und überall!

Wir unterstützen am kommenden Samstag unser Düsseldorfer Freunde/innen und wollen in Düsseldorf-Eller protestieren um dort rechten Schlägertrupps, Patrioten und Neonazis entgegenzutreten.

Wir werden den Rechten keinen einzigen Stadtteil, keine einzige Kneipe und auch sonst keinen öffentlichen Raum überlassen!

Der Zeitpunkt für die gemeinsame Anreise aus Köln vom Hauptbahnhof am Samstag, dem 9. Februar mit den Genoss*innen von RABA, Autonomen Zentrum und Antifa AK, hat sich geändert und ist jetzt schon um 11.30 Uhr.

 

Kundgebung gegen Antisemitismus

Anlässlich des antisemitischen Übergriffs auf einen israelischen Professor in Bonn vor ein paar Wochen, findet heute in Köln die Aktion Kippa Colonia statt. Es rufen auch linke Gruppen dazu auf, sich am Rande zu beteiligen:

„Unabhängig von den Anmelder*innen der Veranstaltung, deren politische Agenda wir in vielen, u.a. rechtsoffenen Punkten nicht teilen, möchten wir -das Rheinische antifaschistische Bündnis gegen Antisemitismus „RABA“ – dazu aufrufen, an diesem Termin solidarisch mit den Betroffenen dort zu stehen.“

Bei dem Ereignis Anfang Juli war ein israelischer Professor im Bonner Hofgarten aufgrund seiner Kippa als Kopfbedeckung, von einem 20 Jährigen erst mit antisemitischen Rufen wie „Fuck Jews“ beleidigt worden und später körperlich attackiert worden. Die herbeigerufene Polizei verprügelte dann aber erst mal den Professor. Dieser erhob schwere Vorwürfe gegen die eingesetzten Beamten und sprach von zahlreichen Faustschlägen ins Gesicht. Zwei Wochen später stellte sich dann heraus, dass einer der Beamten schon Mal durch rechtsextreme Äußerungen im Polizeidienst aufgefallen war.

https://www.waz.de/politik/nach-bonner-vorfall-polizist-verbreitete-goebbels-zitat-id214949071.html