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Wahlbeobachtung in der Türkei — Bilder, Berichte und Einschätzungen

Im Rahmen des offenen Treffs von „Köln gegen Rechts“ veranstaltet die Rote Hilfe einen Info-Abend mit einigen der Wahlbeobachter*innen der Köln-Bonner Delegation, die im Juni die kurdischen Regionen im Südosten der Türkei besucht hat.

Noch immer mit vielen Fragezeichen schauen wir auf die nun schon einige Wochen zurückliegenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Türkei. Neun Aktivist*innen aus Köln und Bonn hatten sich im Juni auf den Weg in die kurdischen Provinzen der Türkei gemacht um sich sowohl von den Bedingungen des Wahlkampfes, als auch der Wahlen selbst, ein eigenes Bild zu machen und danach von ihren Eindrücken in Deutschland berichten zu können. Sie folgten damit dem Aufruf der HDP (Demokratische Partei der Völker), die sich gewünscht hatte, dass internationale Beobachter*innen vor Ort sein mögen, um befürchtetes Unrecht in Form von Einschüchterung, Betrug und Gewalt zu dokumentieren bzw. zu verhindern.

Die Gruppe besuchte an acht Tagen verschiedene Orte in den kurdischen Provinzen im Südosten des Landes, sprach mit Vertreter*innen von Stadtteil-, Frauen- und Menschenrechtsinitiativen sowie des Gewerkschaftsdachverbandes KESK und natürlich zahlreichen Menschen „auf der Straße“.

Die Reise führte von Diyarbakir herunter in die Provinz Şırnak, die syrisch-irakisch-türkische Grenzregion, eine Hochburg des kurdischen Befreiungskampfes. Dort begann – unter Beteiligung tausender Jugendlicher – im Herbst des Jahres 2015 ein monatelanger Aufstand der Bevölkerung gegen die Belagerung und den Beschuss der Städte durch Artillerie und Scharfschützen der türkischen Armee.

Zahllose Menschen starben in ihren Häusern und Kellern, ganze Stadtteile wurden abgerissen.
Nun – im Juni 2018 – war den offiziellen Wahlbeobachter*innen der OSZE der Zutritt zu dieser Provinz untersagt.

Wie die Köln-Bonner Delegation den Wahltag, aber auch die Folgen des Aufstandes an verschiedenen Orten der Provinz Şırnak erlebte, werden einige Leute aus der Reisegruppe an diesem Abend berichten.

Für Fragen und Diskussion (und vielleicht auch für einen gemeinsamen Ausblick in die Zukunft) soll ausreichend Zeit sein.

Wir freuen uns auf Euer Interesse!

Dienstag, 14. August, 19.00 Uhr, Alte Feuerwache Köln, Offenes Treff

Stoppt das Sterben im Mittelmeer! — Offener Treff

Veranstaltung mit Sea Watch am 24. Juli in der Alten Feuerwache

Im Rahmen des offenen Treffens von Köln gegen Rechts — Antifaschistisches Aktionsbündnis haben wir diesmal einen Vertreter von Sea-Watch, sowie einen Vertreter von Watch The Med – Alarmphone zu Gast.

Sie werden von der aktuellen Situation im Mittelmeer berichten und auch von den Möglichkeiten sich hier praktisch zu engagieren. Auch nach den Demonstrationen in Köln und anderen Städten unter dem Motto Seebrücke – Schafft sichere Häfen müssen wir Druck machen, damit das Mittelmeer nicht weiter zum Massengrab wird. Wir müssen uns gegen diesen Rechtsruck stellen, der diese entmenschlichte Politik vorantreibt.

Es gibt viele Gründe aktiv zu werden. Nicht länger warten: Aktiv werden gegen Rassismus!

Dienstag 24.07.2018 um 19 Uhr – Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, Köln

Urteilsverkündung im NSU Prozess am kommenden Mittwoch.

Proteste „Kein Schlussstrich“ am 10.07. und 11.07. auch in Köln

Es ist soweit: Am 11.07.2018 wird das Urteil im NSU-Prozess verkündet werden. Antirassistische Initiativen, die den Prozess begleitet haben, rufen zu Protesten auf. Kommt nach München zur ganztägigen Kundgebung & Demo „Kein Schlussstrich“.

Infos über den Bus von Köln nach München findet ihr hier: http://keupstrasse-ist-ueberall.de/

10.07. Kundgebung auf dem Wallrafplatz

Schon am Vorabend am Dienstag den 10.07. findet um 17 Uhr eine Kundgebung auf dem Wallrafplatz in Köln statt. Das offene Treffen von Köln fällt deswegen aus. Wir rufen dazu auf, an der Kundgebung teilzunehmen.

Um 23:00 Uhr wird ein Bus an der Schanzenstraße/Ecke Keupstraße (Rückfahrt nach der Münchner Abenddemo 11.7.  — die Demo soll von 18-20 Uhr stattfinden, Ankunft dann am 12.07. früh morgens in Köln) abfahren.  Zur Verabschiedung mit Life-Musik wäre es schön, eine Menge solidarischer Mitstreiter*Innen dabei zu haben.

Alle die es nicht schaffen, nach München zu fahren — es gibt überregional in den unterschiedlichsten Städten Kundgebungen, Demonstrationen und Aktionstage.
In Köln findet am 11.07. von 13:00‑‑18:00 Uhr im Vorhof der Villa Schanzenstrasse Ecke Genovevastrasse ein Aktionstag mit vielfältigem Programm statt.

Parallel gibt es von 12.00‑14:00 Uhr im Pressezentrum im Restaurant Istanbul (Keupstrasse 25) die Möglichkeit zu Gesprächen mit Menschen von der Keupstrasse und Mitgliedern der Initiative.

Alle Infos findet ihr auch unter: Keupstraße ist überall – Her yer Keup Caddesi und (bundesweit) http://nsuprozess.net