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Köln Kalk Verbot für die AfD — Flyer in mehreren Sprachen

Für die Mobilisierung gegen die Veranstaltung der AfD zur Europawahl im Kalker Bürgerhaus am 07.04. wird es Flugblätter in vier Sprachen geben.

Die Flugblätter werden in den nächsten Tagen fertig gedruckt sein und können ab Anfang nächster Woche in der Alten Feuerwache (Melchiorstr. 3 am Ebertplatz) oder in Kalk im NOBIKO, Josephkirchstr. 25 (Öffnungszeiten Mittwoch-Freitag 12.00h-22.00h, Freitag/Samstags 14.00h-22.00h) abgeholt werden.

Sie können auch bei der Info-und Mobiveranstaltung: „Die extreme Rechte, die AfD und Europa“ am Mittwoch den 27. März 19.30h im Kalker Naturfeundehaus abgeholt werden. Oder Ihr druckt sie selber aus:

Hier auch nochmal der Link zu unserem Plakat. Den Aufruf zu den Protesten findet ihr hier.

Die extreme Rechte, die AfD und Europa — Info/Mobiveranstaltung

Informations- und Diskussionsveranstaltung von Köln gegen Rechts — Antifaschistisches Aktionsbündnis und der Bezirksgruppe Köln-Kalk der Naturfreund*innen im Rahmen der Vorbereitung der Proteste gegen den EU Wahlkampfauftakt am 7. April in Köln Kalk.

Seit Jahren nutzt die extreme Rechte das Europäische Parlament primär als Propagandabühne für ihre rassistische Hetze, als Geldquelle und für ihre europaweite Vernetzung. Laut aktuellen Umfragen droht ihr Einfluss nach der Wahl des Europaparlaments im Mai 2019 noch weiter zu wachsen. Die rechtsextreme ENF-Fraktion, in der sich u.a. der belgische „Vlaams Belang“, die österreichische FPÖ und der französische Rassemblement National (ehemals Front National) tummeln, könnte ihre Mandatssitze verdoppeln. Auch die AfD mischt hier eifrig mit. Während die Partei sich in der letzten Legislaturperiode durch Zoff und Spaltungen zerlegte und Beatrix von Storch als einzige AfD-Abgeordnete verblieb, könnte sie zukünftig 14 Abgeordnete ins Europaparlament entsenden, unter ihnen auch Sympathisanten der extrem rechten „Identitären Bewegung“. Dabei will sie eigentlich das Europäische Parlament abschaffen oder notfalls mit einen nationalen „Dexit“ aus der Europäischen Union austreten.

Der Politikwissenschaftler Jan Rettig (Uni Bremen) wird in seinem Vortrag einen Blick auf das Europaprogramm der „Alternative für Deutschland“ werfen, deren Tätigkeit im Europäischen Parlament kritisch beleuchten sowie die rechtsextremen Netzwerke auf Europaebene analysieren.

Danach gibt es alle wichtigen Infos zu den Protesten „Köln – Kalk Verbot für die AfD“ gegen den Wahlkampfauftakt der AfD am 7. April, für den sie das Bürgerhaus Kalk nutzen will.
Infos zu den Protesten am 07.04. in Kalk hier.

Mittwoch 27. März 2019Naturfreundehaus Köln Kalk, Kapellenstraße 9A, 51103 Köln, Beginn: 19:30h

Von der Anti-AKW Bewegung zu „Ende Gelände“

Wehrt Euch! Leistet Widerstand!

Von der Anti-AKW Bewegung zu „Ende Gelände“

Letzte Veranstaltung aus der Reihe:„1968/2018 – Blick zurück nach vorn“

Da es die letzte Veranstaltung ist, wollen wir ihr ein klein wenig ein festliches Format geben. Dabei wollen wir anknüpfen an die Tradition der Veranstaltungen der Kölner Naturfreund*innen in Kalk: Die Veranstaltungen beginnen dort immer mit einem gemeinsamen Essen. Analog zum Rahmen der Veranstaltungsreihe wollen wir das am 13. Dezember allerdings in der Form gestalten, in der 1968 viele Partys und WG Feten stattfanden: dem „Beggars Banquet“*, einem Buffet.

„Die Einladenden stellen die Getränke ( es gibt z.B. original 68er Bier), Brot und Butter/ Margarine. Jede*r Besucher*in, die will, bringt eine Speise für maximal 3 Personen mit“. Musikprogramm im Hintergrund während der Buffet-Zeiten: Das 68er Album „Beggars Banquet“ von den Rolling Stones.

Ablauf

Die Veranstaltung beginnt mit inoffiziell schon ab 19.15 Uhr mit Essen und Trinken. In dieser Zeit findet die Begrüßung statt und es werden Historische und aktuelle Fotos und Videos zum Thema gezeigt.

Um spätestens 20:00 beginnt der 1. Teil der Veranstaltung mit einem Rückblick auf die Anti AKW – und Umwelt-Bewegung ab den 70ern. In der Pause um 20: 45 beginnt dann die 2. Annäherung ans Buffet.

Ab 21:00 beginnt dann die Podiumsdiskussion „Wie weiter mit ‚Hambi‘ und dem Kampf ums Klima? mit Vertreter* innen von den „Hambis“, BUND, Ende Gelände, ausgekohlt, den Naturfreund*innen u.a. Ab 21.30 Uhr Diskussion mit dem Publikum. Um 22 Uhr findet dann die finale Vernichtung des Buffet statt…….Ende offen.

Inhaltliche Ankündigung

Waldsterben, Saurer Regen, Harrisburg, Three Mile Island, Wyhl – in den 70er Jahren tritt neben Naturschutz-Gruppen, Tierschutz-Initiativen eine neue, starke Ökologie-Bewegung. Und: Umweltschutz/Ökologie werden als Themen in der Linken salonfähig. Angefangen hatte die Linke mit einem stark systemkritisch (gegen Staat und Kapital) aufgeladenen Kampf gegen die menschenverachtende Atomtechnologie. Das wird ihr Einstieg ist in die Anti-AKW-Bewegung, in der Bäuerinnen neben K-Gruppen-Kadern, kritische Wissenschaftler mit informierten Laien, Feministinnen mit Kirchenvertretern demonstrieren. Brokdorf, Grohnde, Gorleben, frei Republik Wendland, Kalkar, Wackersdorf stehen aber auch für die Stationen einer Politisierung und Radikalisierung. Und mit der Atom-Katarstrophe von Tschernobyl ist endgültig bewiesen, dass die so genannte friedliche Nutzung der Atomenergie nichts als eine große PR-Lüge ist.

Die Ökologie-Bewegung, der Anti-AKW-Widerstand sind eine originäre Entwicklung der 70/80er Jahre. Und im Falle des Atom-Ausstiegs ein Beispiel dafür, wie ein Protest der Minderheit zur gesellschaftlichen Mehrheitsposition werden kann. Ähnlich, aber nicht genauso sieht es heute in der Klimabewegung aus.

Aktuell haben die Menschen, die auf den Bäumen im Hambacher Forst lebten – die „hambis“, nach dem ihre Baumhäuser geräumt wurden, wieder angefangen den Wald zu besetzen und weiter Aktionen gegen RWE zu starten. Sie haben durch ihre fast sechsjährigen hartnäckigen Baumbesetzungen im Zusammenspiel mit den Blockadeaktionen von „Ende Gelände“ und dem Widerstand des BUND an der Juristischen „Front“ wahrscheinlich einen Rodungstopp zumindest bis Herbst 2019 erreicht. Wahrscheinlich sogar, wenn die Aktionen – wie geplant – weitergehen, noch mehr.

Der Anspruch der „hambis“ und von „Ende Gelände“ geht über den Erhalt des Forstes hinaus. Sie wollen nicht nur die Bäume retten, sondern die Welt: „ System Change, not Climate Change“. Sie sehen ihren Widerstand als Beitrag zur Verhinderung der globalen Klimakatastrophe und für eine andere Welt. Für sie ist „klar, dass der Kampf um Klimagerechtigkeit gleichzeitig ein Kampf um eine herrschaftsfreie Welt jenseits von kapitalistischen Zwängen ist.“ Und sie leben, wie die Aktivist*innen in der kurzlebigen „freien Republik Wendland“ 1980 diesen Widerstand existenziell.

Die Veranstaltung versucht Kontinuitäten und Brüche zwischen damals und heute aufzuzeigen.

Donnerstag, 13. Dezember 19.15-22.00 Uhr, Naturfreunde Haus Köln Kalk, Kapellenstraße 9A, 51103 Köln