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Express, 11.04.2019: „Nach AfD-Demo in Köln-Kalk: Pkw fährt in Menschengruppe – weil sie protestierten?“

Prozess gegen PKW-Fahrer am 20.11.2019


Im Kontext des Europawahlkampfes rief die Kölner AfD am 07.04.2019 in das Bürgerhaus des migrantisch geprägten Stadtteils Köln-Kalk zu einem „Bürgerdialog“ auf. Die Proteste dagegen wurden breit im Stadtteil getragen. „Kalk-Verbot für die AfD“ hatten Plakate bereits im Vorfeld gefordert. 2000 überwiegend junge und zum Teil  auch migrantische Menschen aus Kalk  beteiligten sich an den Protesten.

Nach Beendigung der AfD-Veranstaltung kam es zu einem Zwischenfall:

Ein silberner PKW fuhr in eine Fußgängergruppe von Gegendemonstrant*innen.  Dabei landete eine Person auf der Motorhaube und musste danach ambulant im Krankenhaus behandelt werden.  Anschließend floh der Fahrer des PKW. Die Polizei stufte den Vorfall zunächst als Verkehrsunfall ein.  Es gab aber Zeugen, die aussagten, dass es sich um eine vorsätzliche Tat gehandelt habe. Außerdem existiert ein Video, das den Tathergang und die Fahrerflucht dokumentiert. Schon damals äußerte „Köln gegen Rechts“ den Verdacht, dass die beiden Pkw-Insassen Teilnehmer der AfD-Veranstaltung  gewesen seien.  Nach weiteren Recherchen von KgR handelt es sich bei dem nun Beschuldigten um einen AfD-Funktionär aus Bonn, der auch zum aktiven Kreis der „Jungen Alternative“ Köln zählt.

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Fahrer des PKW findet am
Mittwoch, 20.11.2019, 10:30h, im Amtsgericht Köln, Sitzungsraum 247,
statt.

Proteste gegen AfD-Veranstaltung in Brühl

Gemeinsame Anreise aus Köln

Für den morgigen Dienstag hat die AfD Rhein-Erft einen „Bürgerdialog“ in der Galerie am Schloss Brühl angekündigt. Direkt von drei AfD Bundestagsabgeordneten (Uwe Kamann, Rüdiger Lucassen, Martin Renner) sind Vorträge geplant.

Der Sprecher der AfD im Rhein-Erft Kreis, Franz Pesch war erst unlängst in die Presse gekommen, weil er ein Schießtraining der AfD Jugendorganisation JA angeleitet hatte.

In Brühl findet ein Aktionstag für Offenheit, Toleranz und Vielfalt statt, um gegen die AfD Veranstaltung zu protestieren. Die antifaschistische Aktion Brühl mobilisiert für 18h zum Brühler Markt.

Für Leute aus Köln, die sich den Gegenprotesten anschließen wollen, gibt es eine gemeinsame Anreise mit der Linie 18 (Abfahrt 17.33h am Barbarossaplatz).

Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungsverfahren gegen Junge Alternative Köln

Junge Alternative Köln lädt zum Schießtraining und jetzt prüft die Staatsanwaltschaft ob sich Mitglieder der Kölner AfD-Jugendorganisation strafbar gemacht haben, laut der Sendung „Aktuellle Stunde“ des WDR vom 12. Oktober.

Auf der offiziellen Facebookseite der AfD-Jugend wird ein Bezug zwischen dem Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und den Waffenübungen der AfD-Jugend hergestellt.

Dass die AfD-Jugend den Slogan des Reker-Attentäters auf ihrer Facebooseite verwendet und daneben Bilder und Texte über Schießtrainings mit scharfen Waffen stellt, ist für Patrick Fels von der Kölner Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus eine Form der Radikalisierung.