Schlagwort-Archive: Henriette Reker

Köln zeigt Haltung

Tausende im Hambacher Forst und über 10.000 bei antirassistischer Demo am Heumarkt.

Demowochenende in Köln: Viele Kölner/innen schlossen sich am Wochenende den Protesten gegen die Abholzung des Hambacher Forstes an. Etwa 7000 Menschen demonstrierten dort allein am heutigen Sonntag. Hunderte besetzen zur Stunde den Wald und fordern ein Stopp der Baumhausräumungen.

Gleichzeitig demonstrierten in der Kölner Innenstadt über 10.000 Menschen unter dem Motto „Köln zeigt Haltung“ für eine solidarische Flüchtlingspolitik.

Für „Aufnehmen, Hierbleiben, Solidarität – Aufnehmen statt Abschotten!“ Das waren die Forderungen der Demo

Eine sehr bewegende Rede hielt eine Vertreterin der Bewegung Seebrücke, die eine Wende in der Flüchtlingspolitik forderte, und die Kölner Oberbürgermeisterin aufforderte, ihren Worten zur Aufnahme von in Not geratene Flüchtenden, Taten folgen zu lassen. Sie beendete ihre Rede mit den Worten. “Leben retten ist kein Verbrechen – Sterben lassen schon“.

Von Demo wurden solidarische Grüße in den Hambacher Forst geschickt und dazu aufgerufen sich dem geplanten Naziaufmarsch am 29.09. in Köln entgegenzustellen.

Auch beim Sonntäglichen Spiel des 1.FC Köln gegen Paderborn zeigten sich Fans in der Südkurve solidarisch mit den Aktivisten/innen im Hambacher Forst.

Schlappe für Alice Weidel (AfD) am Rande zur Gamescom

Alice Weidel und die AfD Köln versuchten am Samstag in Köln vor der Dom-Kulisse ihre Hetzkampagne gegen Oberbürgermeisterin Henriette Reker (“Reker muss weg“) zu starten. Ganze 15 Minuten hielt es die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel am Stand ihrer ParteikollegInnen auf dem Bahnhofsvorplatz aus. Der Stand mit nur 34 AfDlerInnen wurde durch 250 GegendemonstrantInnen von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Die Polizei umstellte die AfD zusätzlich mit Absperrgittern während die Demonstrierenden ihren Unmut über den unerwünschten Besuch lautstark äußerten. [1]

„Köln ist ein schlechtes Pflaster für die AfD. Die AfD hat sich bis heute nicht vom Rechtsterrorismus distanziert. Dass die AfD ausgerechnet gegen Henriette Reker hetzt, die selbst Opfer des Rechtsterrorismus ist, spricht Bände“ , sagt Tom Wohlfarth von Köln gegen Rechts.

Teil es Empfangskomitees für Weidel waren neben Sven Tritschler (AfD Landtagsmitglied) auch Damian Lohr (Vorsitzender Junge Alternative Rheinland-Pfalz), der am 3. März in Kandel in der Nähe der Identitären Bewegung (IB) marschierte.* Auch der Kölner Parteifunktionär Rainhard Krasson (AfD Köln)[2] tritt offen mit der verfassungsfeindlichen Identitären Bewegung auf und Yannick Noé (AfD Leverkusen) und Maximillian Kneller (AfD Bielefeld) werden zum rechtsextremen Netzwerk des identitären Arcadi-Magazins gezählt. [3]

Köln gegen Rechts

Pressemitteilung: Köln, 26.08.2018

*) Ergänzung zu unserer PM am 26.08.2018 um 21:45 Uhr

[1] Fotos und Videos unter https://www.facebook.com/1546588135558896/posts/2147985722085798/

[2] Krasson mit der Identitären Bewegung auf einer Demonstration: https://m.facebook.com/Koeln.gegen.Rechts/photos/2030764050474633/

[3] Ein Teil unserer Recherche zum Arcadi-Netzwerk erschien im Antifaschistischen Infoblatt: http://gegenrechts.koeln/2018/exklusiv-das-rechtsextreme-netzwerk-um-das-arcadi-magazin-entlarvt/

AfD Stand umringt von Gegnern

Heute Nachmittag am Kölner Hauptbahnhof: Ca 250 Menschen haben sich spontan versammelt, um der AfD deutlich zu machen, dass sie nicht hier willkommen sind. Heute ist Alice Weidel extra nach Köln gekommen um die geschmacklose Kampagne der Kölner AfD „Reker muss weg“ zu unterstützen, nur drei Jahre, nachdem Oberbürgermeisterin Reker nur knapp das Messerattentat eines Rechtsradikalen überlebte.