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Alice Weidel not Welcome! – Spontanbesuch zur Gamescom in Köln

Weidel not welcome!

#gamescom #noafd

Kurzfristig hat die Kölner AfD angekündigt, dass Alice Weidel anlässlich der Gamescome am morgigen Samstag am Kölner Bahnhofsvorplatz von 17.00h bis 18.00h zu einem Pressegespräch erscheinen wird.

Dort soll ein Infostand der AfD-Landtagsfraktion stattfinden.

Die AfD will dort angeblich eine Kampagne „Reker-muss-weg“ gegen die Kölner Oberbürgermeisterin vorstellen.

Wir sagen dazu: „Weidel not welcome“
und denken, dass viele Kölner/innen und Besucher/innen der Gamescom dies morgen ab 16.30h am Bahnhofsvorplatz auch zum Ausdruck bringen werden.

Pleite für Neonazis in Köln

Proteste und Blockaden von Anwohner*innen und Demonstranten*innen — Brutale Polizeiübergriffe am Ende der Kundgebungen

Pleite für die Nazis

Eigentlich wollten sie ja nicht in dieses „links-grün versiffte Köln“, so die Kommentare auf den Naziseiten, welche zu der Demo der „NRW Patrioten“ aufgerufen hatte. Da seien die Gegenproteste immer so stark. So lauteten die einzig vernünftigen Worte von dem kruden Nazigemisch, das diesen Samstag mit einer „Groß“demo durch Köln ziehen wollte.

Lediglich etwa 120 Nazis hatten die Organisatoren*innen aus ganz NRW und darüber hinaus nach Köln angekarrt. Das Spektrum war genauso gruselig und obskur wie befürchtet. Am äußersten Rand des Breslauer Platzes, fernab jeglicher Öffentlichkeit, versammelten sich in einem aufgebautem Käfig Nazi Hooligans von HoGeSa, einige Identitäre und Ex-Pro Kölner*innen, darunter viele Teilnehmenden mit eindeutigen Gewaltaufrufen auf ihren T-Shirts. Stefanie L. aus Köln eröffnete die Versammlung, die von beiden Seiten durch unsere Gegendemonstrant*innen eingekesselt wurden.

700 Gegendemonstranten*innen, starke Anwohner*innenproteste und eine Blockade im Kunibertsviertel

An den Gegenkundgebungen von Köln gegen Rechts und Kein Veedel für Rassismus nahmen insgesamt etwa 700 Demonstranten*innen teil. Die Nazidemo wurde somit von beiden Seiten einkesselten und beschallt. Auf dem Breslauer Platz hatten sich mehrere hundert Antifaschist*innen versammelt, vom Ebertplatz kamen etwa 300 zum Gegenprotest.

Im Kunibertsviertel selber, einem normalerweise recht ruhigen Wohnviertel direkt hinterm Bahnhof, zeigten zahlreiche Anwohner*innen ihren Protest gegen den rechten Aufmarsch. Viele Häuser, Fenster und Straßen waren bunt und in orange dekoriert. Überall hingen Transparente für eine weltoffene Gesellschaft, „Kein Mensch ist Illegal“-Plakate auf der Straße und „Nazis Raus“ Schilder aus den Fenstern.

Auf der Domstraße gelang es 50 beherzten Anwohner*innen, die Route der Nazis zu blockieren. Der Kessel von Köln hielt eine Dreiviertelstunde von mehreren Seiten, unter bunt geschmückten Fenstern mussten die Neonazis in der sengenden Hitze ausharren und von der Polizei  aus dem Viertel rausgeschleust werden.

Polizei brutal gegen friedliche Passanten*innen und Anwohner*innen – Brutale Übergriffe am Ende der Kundgebungen

Schon im Kunibertsviertel reagierte die Polizei äußerst brutal auf Passanten*innen, Anwohner*innen und potentielle Gegendemonstranten*innen. Willkürlich wurden Platzverweise für das ganze Viertel erteilt und es gab erste gewaltsame Übergriffe mit Faustschlägen.

Als am Schluss die Nazis und die Gegendemonstranten*innen wieder am Bahnhof ankamen, eskalierte eine Duisburger Einsatzhundertschaft die Situation und ging mit Fäusten und Knüppelschlägen gegen die Gegendemonstration vor. Der Grund war für niemanden erkennbar, offenbar sollte der Gegenprotest nicht in Reichweite der Nazis stattfinden und weggedrängt werden. Es gab zahlreiche brutale Festnahmen und Körperverletzungen von Seiten der Polizei.

Der Kölner Einsatzleiter war lange Zeit für den Anmelder der Gegenproteste nicht zu erreichen und schien die Kontrolle über die Duisburger Hundertschaft, die immer weiter eskalierte, verloren zu haben.

Dokumentation der Übergriffe

Im Anschluss meldeten sich sehr viele Menschen am Lautsprecherwagen von Köln gegen Rechts um die polizeilichen Übergriffe dokumentieren.

„Bitte setzt euch deswegen per E-Mail mit uns in Kontakt unter: gegenrechts@riseup.net“, ruft Reiner Krause die Opfer von Polizeigewalt auf. „Am Dienstag den 28. August, wollen wir um 18h ein Betroffenentreffen in der Alten Feuererwache (Melchiorstr. 3) machen. Bringt Gedächtnisprotokolle mit, damit die Übergriffe dokumentiert werden können. Wir werden Leute vom Ermittlungsausschuss dazu bitten.“

Fazit: Naziaufmarsch gefloppt — Erfolgreiche und vielfältige Proteste

Trotz dieses aus dem Ruder gelaufenen brutalen Polizeieinsatzes, welcher sich ausschließlich gegen die antifaschistischen Demonstranten*innen richtete und immer wieder den Weg für Nazi-Hooligan-Schläger und rechte Spinner*innen freimachte, war der Tag aufgrund der vielfältigen Protestformen der Anwohner*innen aus dem Kunibertsviertel und der starken Gegendemonstrant*innen ein voller Erfolg.

Die Nazis blieben unter sich als jenes jämmerliche Häufchen, welches aus ganz NRW herbeigekarrt werden musste, um durch menschenleere Straßen zu ziehen, in denen von allen Seiten Protest lautstark geäußert wurden und sie am Schluss aufgrund der Blockade mit langer Verzögerung aus dem Viertel geschleust werden mussten.

Stoppt das Sterben im Mittelmeer — Demoroute Köln

Immer mehr Unterstützer/innen — Immer mehr Städte

Die Zahl derjenigen, die den Aufruf zur Demonstration am kommenden Freitag unterstützen steigert sich von Tag zu Tag. Auf der Webseite von Köln gegen Rechts sind die Mitaufrufer/innen aufgeführt, allerdings ohne Anspruch auf Vollzähligkeit, da stündlich neue dazukommen. Viele andere Gruppen und Bündnisse rufen ebenfalls zur Unterstützung der Demo auf.

Immer mehr Städte

Auch in immer mehr Städten finden an dem Wochenende Demos unter dem Motto Seebrücke schafft sichere Häfen statt. Eine Auflistung findet ihr hier: https://www.facebook.com/SeebrueckeSchafftsichereHaefen/

Demoroute und Kundgebungen

Der Demonstrationsauftakt ist um 18h am Bahnhofsvorplatz: Dort soll es eine ca. halbstündige Auftaktkundgebung geben. Es wird als Hauptredner ein Crewmitglied von Sea Watch reden.
Sollte der Bahnhofsvorplatz wegen der großen Anzahl von Menschen, die wir mittlerweile bei der Demonstration erhoffen, zu klein sein, wird es dort nur einen kurzen Auftakt geben.

Die Demonstration zieht dann weiter durch den Tunnel Richtung Unter Goldschmied. Dann geht es weiter zum Gürzenich, wo eine Zwischenkundgebung erfolgt. Von dort geht es zum Neumarkt.

Sollte unser Demonstrationszug zu groß für den Bahnhofsvorplatz sein, wird dort der Hauptredner von Sea Watch reden.

Weiter geht es dann über die Aposteln und Ehrenstraße und die Ringe zum Rudolfplatz mit einer Abschlusskundgebung.

Musikalisch werden die Kundgebungen begleitet von Buntes Herz: JP Weber, Wolfgang Hildebrandt und K.A.G.E.

Teilt alle nochmals die Facebook Veranstaltung und ladet Eure Freunde/innen ein.