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Rechte Gewalttäter stoppen — Köln bleibt tolerant und weltoffen!

Dringender Aufruf den rechten Gewalttätern der „Internationalen Kölschen Mitte“ am Sonntag, 25.11.2018, nicht die Straße zu überlassen!

Am kommenden Sonntag, den 25.11.2018, wollen Dennis Mocha und seine Gruppe „Internationale Kölsche Mitte“ mit einer Kundgebung und anschließendem Marsch vom Bahnhofsvorplatz aus erneut ihren Gebietsanspruch für Köln deutlich machen. Unterstützt werden sie dabei auch vom HOGESA Anmelder Roeseler und seiner rechten Hooligangruppe „Mönchengladbach steht auf“. In der Hoffnung, den Gegenprotest unterlaufen zu können, haben sie die Veranstaltung erst kurzfristig veröffentlicht. Köln gegen Rechts ruft dazu auf, Dennis Mocha und seinen Kamerad*innen diesen Plan zu durchkreuzen und sich den Rechtsextremen am Sonntag entschlossen in den Weg zu stellen! Köln bleibt tolerant und weltoffen!

Internationale Kölsche Mitte – wer ist das?

Die Internationale Kölsche Mitte ging aus dem Begleitschutz e.V. hervor. Bei dieser Gruppe handelt es sich um einen Zusammenschluss extrem rechter Hooligans. Seit 2014 politisieren sich extrem rechte Hooligans zunehmend und versuchen durch Demonstrationen und Kundgebungen No-Go-Areas für – aus ihrer Sicht – Andersdenkende und Nicht-Deutsche zu schaffen. Ihren Gebietsanspruch formulieren sie aggressiv. Sie haben enge Kontakte zu den Organisator*innen der HogeSa-Krawalle 2014. Im Januar 2016 jagte diese Gruppe um den Kölner Dom herum Nicht-Deutsche und verletzten einige davon. Sie zeigten 2017 auch auf dem Ebertplatz Präsenz. Weitere Infos hier: https://begleitschutz.noblogs.org/

Ausschreitungen in Düsseldorf

Zuletzt griffen sie am vergangenen Samstag in Düsseldorf Gegendemonstrant*innen an. Videos von dem Übergriff belegen, dass Mitglieder der „Internationalen Kölschen Mitte“ bei dem Angriff beteiligt waren. Dennis Mocha mittendrin. Zwei Gegendemonstranten wurden dabei verletzt. Am selben Abend wurden von rückkehrenden rechten Demonstrationsteilnehmern am Kölner Hauptbahnhof ein 41jähriger niedergeschlagen, der gegen Hitlergrüße und Sieg Heil Rufe von wiederkehrenden Demonstrationsteilnehmer*innen protestierte. Kurz darauf pöbelten Mocha und seine Gruppe Afghaninnen und Afghanen an, die auf dem Bahnhofsvorplatz u.a. gegen den IS und die Taliban demonstrierten.

Rassismus bekämpfen – keine No-Go-Areas in Köln!

Neben jeder Menge Kölsch und Erlebniskultur ist Rassismus das verbindende Element dieser rechtsextremen Hooligan-Gruppe. Im Motto ihrer geplanten Demonstration richten sie sich gegen den sog. UN-Migrationspakt. Die Ablehnung des Paktes, der internationale Standards beim Umgang mit Flüchtlingen vorschlägt, ist in den letzten Wochen zu einem vereinenden Thema von AFD, rechten CDUler/innen bis hin zu extremen Rechten wie den Identitären geworden. Die AfD hatte vor Monaten schon damit angefangen mit erfunden Behauptungen und Lügen Stimmung gegen den Migrationspakt zu machen. Es gibt zahlreiche Richtigstellungen zu dem Pakt, die in rechten Kreisen ausgeblendet werden, da sie mit diesem Thema rassistische Vorurteile und Hetze schüren und so die öffentliche Debatte bestimmen wollen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/debatte-im-bundestag-fuer-afd-ist-migrationspakt-der-uno-teil-einer-kampagne-a-1237423.html

Teil dieser extrem rechten Stimmungsmache ist die Instrumentalisierung von Gewaltopfern. So hat die „Internationale Kölsche Mitte“ angekündigt, auf ihrer Demonstration Spenden für eine Jugendliche zu sammeln, die bei einem Brandanschlag durch einen Geflüchteten aus Syrien auf die Gäste eines McDonalds-Lokals am Kölner Hauptbahnhof schwer verletzt wurde. Dabei interessiert die „Internationale Kölsche Mitte“ nicht das Opfer, sondern nur die Herkunft des Täters. Sie reihen sich damit ein in eine Strategie der extremen Rechten, die bereits aus Städten wie Kandel, Chemnitz oder Bamberg bestens bekannt ist: Rechtsextreme versuchen gezielt Gewalttaten durch Nicht-Deutsche zu politisieren, um ihr rassistisches Mantra der allgegenwärtigen Bedrohung der Deutschen durch Nicht-Deutsche gesellschaftsfähig zu machen. Das sie dabei die tatsächlichen sozialen Ursachen von Gewalttaten, z.B. ein falsches Bild von Männlichkeit, verdecken, ist von ihnen gewollt. Denn dies gibt ihnen die Freiräume ihre Gewalt als „Notwehr“ gegen „die Flüchtlinge“ und die „links-grün-versifften Volksverräter*innen“ zu legitimieren.

Whose streets? – our streets!

Die Aggressivität und Militanz der „Internationalen kölschen Mitte“ ist eng verbunden mit einer offensiven Demonstrationspolitik. Seit August 2018 ist dies nun schon die dritte Demonstration, die diese rechtsextreme Gruppe organisiert. Sie versuchen damit Kölner Plätze zu besetzen und No-Go-Areas für alle zu schaffen, die nicht in ihr engstirniges Weltbild passen. Auch wenn sie versuchen sich bei ihren Demonstrationen durch Kölsche Musik als weltoffen geben: In zahlreichen Berichten über ihre Aufmärsche ist die enge Verzahnung mit organsierten Nazis aufgezeigt worden. Einige der Teilnehmer*innen laufen bundesweit (teilweise mit Hitlergruß) auf Nazidemos auf.

Dennis Mocha und die „Internationale Kölsche Mitte“ sind eine ernst zu nehmende Gefahr für alle, die nicht extrem rechts sind.

Diese rechten Aufmärsche dürfen wir nicht tatenlos zuschauen, sonst drohen uns Verhältnisse wie in Chemnitz oder anderen Städten, wo rechte Hooligans mit organisierten Nazis zusammen Menschenjagden auf Migranten*innen und Andersdenkende veranstalten.

Deshalb: Unser Köln bleibt tolerant und weltoffen! In Köln ist kein Platz für rechte Gewalt und Hetze!

Kommt alle zum angemeldeten Gegenprotest am kommenden Sonntag,
25.11.2018, um 14.30h auf den Bahnhofsvorplatz und bringt Eure Freunde*innen mit!

Kein Platz für Rassist*innen in Düsseldorf am kommenden Samstag

„Internationale Kölsche Mitte“ ruft mit zur rechten Demo in Düsseldorf auf.

Neben dem Neonaziaufmarsch in Remagen am kommenden Samstag, den 17. November und dem Aufmarsch der Identitären am Sonntag in Bonn, findet am Samstag auch noch ein Aufmarsch verschiedener Rechtsaußen-Gruppen und Parteien in Düsseldorf am Landtag statt. Ein Bündnis rund um die „Patrioten NRW“ ruft zu einer Demo gegen den Migrationspakt auf. Dem Aufruf angeschlossen haben sich etwa 10 Organisationen aus dem rechtsextremen Spektrum. Es werden auch gewaltbereite rechte Hooligans erwartet. So ruft auch die Gruppe von dem HOGESA-Anmelder Dominik Roesseler (Mönchengladbach steht auf) mit einem Mobi-Video zu dem Marsch auf. In dem Video präsentieren sich Vermummte mit Pyrotechnik, die die „Volksverräter““ stoppen wollen. Die allerletzten Berührungsängste mit strammen Nazis scheint nun auch der Kölner Techno DJ Dennis Mocha vom „Begleitschutz Köln“ verloren zu haben. Mit seiner in „Internationale Kölsche Mitte“ umbenannten Gruppe ist er auf dem Mobiflyer zu finden.

Düsseldorf stellt sich quer mobilisiert zum Gegenprotest und ist auf Unterstützung angewiesen.
Im Aufruf zum Gegenprotest schreiben sie:

„Angesichts des massenhaften Sterbens im Mittelmeer, der ausgesetzten Seenotrettung und der Menschenjagd von Chemnitz ist der rassistische Protest noch unerträglicher geworden. Wir werden uns diesem Rechtsruck entgegenstellen. Denn auch fast vier Jahre nach Dügida heißt es immer noch: In Düsseldorf ist kein Platz für Rassismus!“ https://www.facebook.com/events/1152700574883894/

Also wer am Samstag den 17. November  nicht nach Remagen fährt und neben dem Protest gegen den Identitären Aufmarsch in Bonn noch die Kraft dafür findet, den Protest in Düsseldorf zu unterstützen, der/die sollte zur gemeinsamen Anreise von Düsseldorf stellt sich quer, zum Landtag, um 12.30h am UFA Kino am Düsseldorfer Hauptbahnhof sein.

Rechte Begleitschutzdemo sucht weitere Unterstützung bei rechtsextremen Gruppen

Die für den 29. September angekündigte rechte Kundgebung aus dem Umfeld des „Begleitschutzes Köln“, ist bisher wohl noch nicht so richtig in Fahrt gekommen, da auch viele aus dem direkten Umfeld durch die rechtsextremen Verbindungen abgeschreckt werden. Aus diesem Grunde sucht Demoanmelder Dennis Mocha immer mehr Unterstützung im überregionalen rechtsextremen Lager. Dabei greift er auf rechtsextreme Gruppen zurück, die auch teilweise bei den letzten beiden Nazidemos am 14. April und 28. August in Köln anwesend waren.

Als Redner wird Serge Menga auftreten, der am 14.04. zusammen mit AfD und PEGIDA Anhänger/innen auf der Bühne war. Desweiteren wird sich um Unterstützung der rechtsextremen „Biker für Deutschland und „Mütter gegen Gewalt“ bemüht, die auch am 28. August zur Nazidemo in Köln aufgerufen hatten.

Vor allem aber bemüht er sich um Unterstützung der rechtsextremen Hooligans um „Mönchengladbach steht auf“. Der rechte Mönchengladbacher Hooligan Dominik Roesler (früher auch Pro NRW) hatte die Hogesa-Demos in Köln angemeldet.

„Presse = verlogene Schweine“/Soros Plan und andere Nazipropaganda

In einem zur Demo am 29. September veröffentlichten Video versucht Mocha sich vordergründig von Rechten Gruppen abzugrenzen und sich tatsächlich als „Internationale Kölsche Mitte“ darzustellen.

Blöd nur, wenn in dem Video die üblichen Naziparolen wiedergegeben werden.

Bitte vertraut der Presse nicht – es sind verlogene Schweine. Es wird nur das berichtet was Frau Merkel und diese Regierung… möchte“ heißt es dort im besten Nazisprech. An anderer Stelle in dem recht wirren Video ist vom Soros Plan die Rede, über den Mocha angeblich bestens Bescheid weiß. Dieser wird ansonsten von offenen antisemitischen rechtsextremen Gruppen als Plan „für den großen Bevölkerungsaustausch“ in kruden Verschwörungszirkeln zitiert.

Kontakte in Club und Techno-Szene in Köln und Düsseldorf

In dem Video bedankt sich Mocha auch über Unterstützung aus der Techno-Szene, in der er bisher gut vernetzt ist. Schon vor ein paar Tagen berichtete der Blog ruhrbarone.de, dass Mocha regelmäßig DJ im Kölner Bootshaus ist.

Direkt nach der rechten Demo am 29.09. ist er auch in dem Düsseldorfer Club Basement als DJ des Abends angekündigt.

Inwieweit, da seine rechtsextremen Verbindungen bekannt sind, ist bisher unbekannt. Einen Organisator von Naziaufmärschen im direkten Anschluss als DJ auflegen zu lassen, dürfte allerdings keine gute Idee sein….

Am 29. September wird es um 15.00h am Breslauer Platz von Köln gegen Rechts eine Kundgebung geben unter dem Motto:

Dem rechten Mob nicht die Strasse überlassen!

Noch einen Tag!

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Alle auf die Straße!

Das Oberverwaltungsgericht hat endgültig entschieden. Die HOGESA Kundgebung wird auf dem Barmer Platz in Deutz stattfinden. Dagegen kann kein Widerspruch mehr eingelegt werden.

Der Kundgebungslatz vom Bündnis „Köln gegen Rechts“ ist jetzt also auch definitiv der Ottoplatz (vor dem Deutzer Bahnhof) ab 11.00h

Wir möchten euch jedoch auf jeden Fall bitten gemeinsam dorthin anzureisen. Es werden viele Nazis und Hooligans schon vorher in der Stadt sein und es kann zu Übergriffen bei der Anreise kommen. Außerdem haben wir so bessere Möglichkeiten uns den Nazis gemeinsam in den Weg zu stellen.
Unsere Anfahrtspunkte sind:

Sonntag 25.10. – 10:40 Uhr (Pünktlich!)
Köln-Süd Bf
Ehrenfeld Bf
Kalk Post
Köln-Mülheim Bf
Kundgebung 11.00h Ottoplatz

Denkt daran, dass heute Nacht die Sommerzeit zu Ende ist!

Auf den Facebookseiten von HOGESA, auf denen sich bisher über 2300 Hools und Nazis für den 25.10. angekündigt haben, schreiben viele Teilnehmer/innen, dass sie sich erst am Hauptbahnhof treffen wollen um dann nach Deutz zu gehen. Also auch wenn die Kundgebung in Deutz stattfinden soll, so werden viele Nazis und Hools am Hauptbahnhof ankommen!

Der Anmelder der HOGESA Demo Dominik Roesler hat unterdessen als weiteren Programmpunkt einen Auftritt der rechtsradikalen Band „Kategorie C“ angekündigt. Die Band stammt aus dem Hooliganspektrum und zahlreiche ihrer geplanten Auftritte sind in anderen Bundesländern, aus Gefahrenabwehrgründen und der offenen Verbreitung von rassistischen und nationalsozialistischen Gedankengut“ verboten worden. Letztes Jahr konnten sie in Köln beim HOGESA Aufmarsch ungehindert auftreten.

Informationen am 25.10.2015

Die aktuellen Informationen am 25.10. werdet ihr am besten per twitter erfahren können.
Twitter:
twitter.com/kgegenrechts (auch ohne Anmeldung möglich)
Hashtag: ‪#‎koeln2510‬

Auf unserer Facbookseite werde wir auf jeden Fall am Sonntag Abend versuchen eine kleinen überblick über den Tag zu geben. Auch in den folgenden Tagen wird es weitere Informationen hier geben.
https://www.facebook.com/Koeln.gegen.Rechts

Heute am Samstag gibt es ab 16h am Bahnhofsvorplatz schon eine antirassistischen Kundgebung des Bündnisses: Auch dort wird es sicher noch aktuelle Infos geben.
https://www.facebook.com/events/800768290041746/

-Im Anschluss eine Reihe von Links mit Aktionsplänen, Anreiseempfehlungen für Auswärtige, Infos über den Ermittlungsausschuss usw.
-Unten seht ihr auch, was andere Bündnisse aus der Zivilgesellschaft an dem Tag planen.
-Außerdem noch Links zu Hintergrundartikeln über HOGESA und die militante Neonaziszene im Kölner Umfeld

Anreiseempfehlungen für Auswärtige:
http://gegenrechts.koeln/…/start-und-anreisetreffpunkte-fu…/

Hier eine Übersicht mit Anreiseempfehlungen aus NRW auch schon für Samstag:
http://aikoeln.blogsport.eu/…/uebersicht-fuer-das-antirass…/

Aktionskarten:
Es gibt jetzt Aktionskarten im Netz, ladet sie euch runter:
Deutz:
print-version http://aktionskarten.noblogs.org/…/2510_Koeln_Deutz_print.p…
web-version http://aktionskarten.noblogs.org/…/10/2510_Koeln_Deutz_web.…

Hauptbahnhof:
print-version: http://aktionskarten.noblogs.org/…/2510_Koeln_Hauptbahnhof_…
web-version: http://aktionskarten.noblogs.org/…/2510_Koeln_Hauptbahnhof_…

EA Köln
Der Ermittlungsausschuss Köln wird am Wochenende auf jeden Fall besetzt sein, näheres dazu hier:
http://www.ea-koeln.de/?p=593

Andere Bündnisse:

Das Bündnis „Köln stellt sich Quer“ ruft angesichts des neuen Kundgebungsortes von HOGESA zu einer Kundgebung um 12h am Heumarkt auf, mit anschließender Demonstration nach Deutz.
https://www.facebook.com/events/1655426491338786/

Birlikte und Arsch Huh haben eine Übersicht über ihr geplantes Kulturprogramm veröffentlicht. Sie rufen ab 12.00 zum Bühnenprogram an der Opladener Straße in Deutz.
http://birlikte.info/

Hintergrundartikel:
Hintergrundartikel zu HOGESA und dem Attentat auf Henriette Reker
Die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Köln hat einen ausführlichen Hintergrundartikel über HOGESA veröffentlicht. Sehr lesenswert:
http://www.mbr-koeln.de/…/koeln-2-0-die-rueckkehr-von-hoge…/

Die antifaschistische Zeitung LOTTA hat einen Hintergrundartikel zum Attentat zum Henriette Reker und dem rechtsterroristischen Hintergrund des Attentäters veröffentlicht:
http://www.lotta-magazin.de/…/attentat-auf-henriette-reker-…

Militante Strukturen aus der Zeit
http://blog.zeit.de/…/die-radikalisierung-von-rechten-struk…

Bündnis „Köln gegen Rechts“