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Offener Treff — Von Berlusconi bis zu Salvini

Von Berlusconi bis zu Salvini

25 Jahre italienische Politik und die heutige Krise

Offenes Treffen von Köln gegen Rechts am Dienstag, 26.02.2019 um 19 Uhr in der Alten Feuerwache.

Dieses Mal wird ANPI Deutschland, ein antifaschistischer italienischer Verein, sich vorstellen und einen Vortrag über die politische Lage in Italien halten, anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Gerade in Hinblick auf die kommenden Europawahlen und den Vormarsch von Rechtspopulisten und Rechtsradikalen in einigen europäischen Ländern, in denen sie die Regierung stellen oder an ihr als Koalitionspartner beteiligt sind, ist es für unsere antifaschistische Arbeit von Bedeutung, uns mehr zu vernetzen. Kommt vorbei!

Die Koalition aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung, die Italien seit neun Monaten regiert, sorgt fast täglich für Schlagzeilen. In Sachen Migrationspolitik hat die Lega mit Innenminister Matteo Salvini seine harte Linie durchgesetzt: Schließung der Häfen, Kampf gegen NGOs, Verschärfung des Asylrechtes. Die Fünf-Sterne-Bewegung hat sich hingegen als Armutsbekämpfer profiliert: der sogenannte “Reddito di cittadinanza“, der vor kurzem gebilligt wurde, lässt allerdings erhebliche Zweifel aufkommen über seine Umsetzung und Finanzierung.

International ist Italien immer mehr isoliert, zuletzt waren die Streitigkeiten mit den französischen Nachbarn ein exemplarisches Beispiel. Außerdem wird von der Regierung ein sehr traditionelles Bild der Familie vorangetrieben. Doch wie kam es dazu? 20 Jahre
Berlusconismus und die Unfähigkeit der Mitte-links Partei, sich als reelle Alternative zu präsentieren, haben den Weg zur heutigen Regierung bereitet. Über die letzten 25 Jahre der italienischen Politik und vor allem über die jetzige Situation wollen wir referieren und diskutieren.

Der Vortrag wird von Mitgliedern des antifaschistischen Vereins ANPI (nationale Vereinigung der Widerstandskämpfer Italiens) gehalten.

Ort: Raum Offener Treff, Alte Feuerwache (Melchiorstraße 3, 50670 Köln)

Köln gegen Rechts lädt jeden 2. und 4. Dienstag im Monat ein zum offenen Treffen in der Alten Feuerwache.

Offener Treff — Die aktuelle Lage in Afghanistan

Aus aktuellem Anlass gibt es im Offenen Treff von Köln gegen Rechts nächsten Dienstag, 12. Februar, 19 Uhr in der Alten Feuerwache einen Bericht über die Lage in Afghanistan vor der 21. Sammelabschiebung.

Die Journalistin Shikiba Babori berichtet. In Afghanistan geht auch für da im ungewohntem Ausmaß die Post ab. Taliban haben im Handstreich weite Teile bisher eher „sicherer“ Provinzen im Zentrum des Landes überrannt und mehrere Städte besetzt. Dabei sind Tausende geflüchtet, hunderte wurden ermordet und viele Geiseln genommen. Die deutsche Botschaft liegt in Trümmern, die US Regierung verhandelt über die Konditionen ihres Abzugs.

Ungeachtet dieser Situation werden Geflüchtete aus Afghanistan rücksichtslos in dieses Land abgeschoben. Für die Menschen hier und ihre Freunde und Angehörigen dort unerträglich.

Und daher auch: Protestkundgebung am Vorabend der Sammelabschiebung 17.2.19, 18-19 Uhr, Köln Hbf Vorplatz

Köln gegen Rechts lädt jeden 2. und 4. Dienstag im Monat ein zum offenen Treffen in der Alten Feuerwache.