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Lehrkräfte der VHS Köln protestieren gegen Veranstaltung der AfD am Samstag

Etwa 60 Lehrkräfte der Kölner VHS fordern die Kölner Oberbürgermeisterin und die Verantwortlichen der VHS dazu auf, keine Räumlichkeiten mehr an die AfD zu vergeben. Wörtlich heißt es in der Erklärung:

„Als Dozierende der Volkshochschule arbeiten wir jeden Tag für das Gelingen von Integration, für eine demokratische und weltoffene Gesellschaft. Mit diesem Verständnis ist es nicht vereinbar, einer Partei ein Forum zu bieten, deren Ziele vor allem darin bestehen, Bürgerinnen und Bürger zu desinformieren und Stimmung gegen Mitglieder der Stadtgesellschaft zu machen, die dem in Teilen „völkischen“ Selbstverständnis der AfD nicht entsprechen. Es sind Organisationen wie die AfD, die mit der Verharmlosung des NS-Regimes und der Hetze gegen Flüchtlinge und Zugewanderte die Grundlage dafür gelegt haben, dass in Deutschland Asylunterkünfte angezündet werden.“

Wir appellieren an die Kölner Zivilgesellschaft die Beschäftigten und Lehrkräfte der VHS mit ihrem Protest nicht allein zu lassen. Beteiligt Euch an den geplanten Protesten am morgigen Samstag. Es wird ab16.30h (von der Luxemburgerstraße, vorm AZ) eine Demonstration zur VHS geben. Später findet eine Kundgebung an der VHS statt. Und auch drinnen im Saal wird die AfD nicht ohne Widerspruch ihre rassistische Hetze verbreiten können.

Desweiteren fordern wir ebenfalls die Verantwortlichen der Stadt Köln dazu auf, keine Räumlichkeiten mehr für die AfD zu vergeben und die morgige Veranstaltung abzusagen. Auch angesichts der Vorfälle am letzten Sonntag in Köln Kalk, wo laut Zeugen*innenaussagen Teilnehmer der AfD-Veranstaltung im Anschluss mit dem Auto in eine Gruppe Gegendemonstranten*innen gefahren sind, eine Person verletzten und dann Fahrerflucht beginnen, ist die Durchführung der morgigen Veranstaltung unverantwortlich.

Nach Veranstaltung im Bürgerhaus Kalk: Körperverletzung und Fahrerflucht

AfDler fahren in Gruppe von GegendemonstrantInnen, verletzen eine Person und begehen Fahrerflucht

Am 07.04.19 kam es kurz nach der AfD-Veranstaltung im Bürgerhaus Kalk zu einem Zwischenfall: Ein PKW fuhr an der Ampel Breuerstr. in eine Gruppe Gegendemonstrant*innen. Eine Person landete auf der Motorhaube und wurde dabei verletzt. Nach mehreren Zeugenaussagen geschah dies vorsätzlich. Ebenso bezeugen mehrere Personen, dass es sich bei den beiden PKW-Insassen um Teilnehmer der AfD-Veranstaltung gehandelt hat. Der Fahrer des PKW beging anschließend Fahrerflucht, der Verletzte wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Die Betroffenen erstatteten Anzeige bei der Polizei. Das Kennzeichen des PKW, bei dem es sich um ein Cambio Carsharing-PKW handelte, sowie ein Video, das eine kurze Sequenz des Vorgangs zeigt, sollen der Polizei vorliegen. Das Video, das auch Köln gegen Rechts vorliegt, belegt eindeutig die Fahrerflucht.

Köln gegen Rechts steht in Kontakt mit den Betroffenen. Mittlerweile verdichten sich auch die Hinweise auf einen der beiden beteiligten AfDler. Reiner Krause, Köln gegen Rechts:

„Eine bewusst in Kauf genommene Verletzung und Fahrerflucht: Die AfD hat mal wieder bewiesen, wie sie mit dem politischen Gegner umzugehen gedenkt. Die angebliche Dialogbereitschaft ist nur blanker Hohn, wie auch schon der Vorfall mit Martin Schiller in Münster deutlich gezeigt hat. Umso mehr muss es auch am Samstag heißen: Keine Bühne für die AfD.“